VW Passat: Kaufberatung — 06.06.2011

Welcher Passat passt zu mir?

Limousine oder Variant, Benziner oder Diesel, Schalter oder DSG, Trend- oder Highline? Die Auswahl beim VW Passat ist groß. Wir helfen bei der Entscheidung und geben klare Empfehlungen.

Gründliches Facelift oder Neukonstruktion? Mehr als 15 Millionen Mal wurde der VW Passat seit 1973 gebaut, und jetzt streiten die Fachleute, worum es sich bei der siebten Auflage handelt. Doch egal: Der Mittelklasse-Dauerbrenner tritt so edel auf wie nie zuvor, strebt mit seinem großzügigen Platzangebot, der aufwendigen Verarbeitung und viel Komfort nach Höherem. Ein Schwerpunkt der Weiterentwicklung war der Geräuschkomfort. VW baut großzügig schallabsorbierende Materialien ein, zum Beispiel eine Frontscheibe mit eingearbeiteter Dämmfolie. Das Ergebnis kann sich hören lassen – nur wenige andere Mittelklasseautos sind so leise.

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Phaeton-Optik: Mit neuem Gesicht greift der VW Passat in der Oberklasse an.

Gut zum Premium-Anspruch des Passat passt auch das umfangreiche Angebot an Fahrerassistenzsystemen, angefangen von der automatischen Distanzregelung ACC mit City-Notbremsfunktion über Müdigkeitserkennung, Spurhalte- und Spurwechselassistenten bis zum Kurvenlicht. Vier Benziner und drei Diesel stehen zur Wahl. Vom sparsamen 105-PS-TDI bis zum feurigen V6-Benziner mit 300 PS ist für jeden Geschmack etwas dabei. Das Programm ergänzt eine Version mit bivalentem Antrieb: Der Passat TSI EcoFuel fährt sowohl mit Benzin als auch mit günstigem Erdgas (CNG) – umgeschaltet wird per Knopfdruck. Um Verbrauch und CO2-Werte zu senken, schnüren die Wolfsburger das Paket "BlueMotion Technology". Es besteht aus rollwiderstandsarmen Reifen, Start-Stopp-Automatik und Bremsenergie-Rückgewinnung (Rekuperation) und gehört bei allen Dieseln zur Serienausstattung. Beim 122-PS-Basis-Benziner kosten Rekuperation und Start-Stopp 400 Euro Aufpreis, bei den übrigen Benzinern ist die Rekuperation Serie. Jetzt wird es kompliziert, denn neben "BlueMotion Technology" gibt es noch "BlueMotion". Bitte nicht verwechseln! Denn das ist der sparsamste Passat – ausschließlich mit 105-PS-TDI, windschlüpfiger gestalteter Karosserie, Tieferlegung und einem Verbrauch von 4,1 Litern.

Überblick: Alle News und Tests zu Volkswagen

Welchen nehmen? Die überwältigende Mehrheit entscheidet sich für den Variant.

Und dann existiert auch noch der "Blue TDI". Das wiederum ist der Zweiliter-Diesel mit 140 PS, der dank aufwendiger Abgasnachbehandlung mit SCR-Kat und Harnstoffeinspritzung (AdBlue-Additiv) schon jetzt die ab 2014 geltende Euro-6-Norm schafft. Abgesehen vom V6 4Motion sind alle Motoren serienmäßig mit Sechsganggetriebe ausgestattet. Als Alternative gibt es, außer beim BlueMotion, das Doppelkupplungs-Getriebe DSG – ab 2100 Euro. Wer statt mit Frontantrieb lieber mit allen vieren kraxelt, kann den Allradantrieb 4Motion bestellen (Serie im V6, ab 1875 Euro für den Zweiliter-TDI). Bleibt die Frage nach der Karosserie: Limousine oder Variant? Die überwältigende Mehrheit der Käufer entscheidet sich für den Kombi. Kein Wunder, die elegantere Linienführung und natürlich der maximal 1731 Liter große Kofferraum sprechen für sich.Neben den beiden klassischen Karosserieformen baut VW den Passat seit 2008 auch noch als CC. Ein elegantes, viertüriges Coupé im Stil des Mercedes CLS, der noblen Alternative.

Die Preise starten bei 24.425 Euro für die Limousine mit 122-PS-TSI. Bei den 42.575 Euro für den Variant Highline V6 4Motion mit 300 PS ist aber noch längst nicht Schluss, denn die Aufpreisliste ist dick wie ein Buch und enthält viele Verlockungen. Volkstümliche Preise sehen anders aus.

Welcher Passat sich lohnt, welche Motoren und Ausstattungen wir empfehlen – in der Bildergalerie finden Sie jede Menge Infos dazu. Den kompletten Artikel mit sämtlichen technischen Daten und Tabellen gibt's in AUTO BILD 22/2011 oder als Download im Heftarchiv.

Fazit

Der Passat bietet viel, hat aber auch seinen Preis. Wer bei Motoren und Extras nicht bescheiden bleibt, landet schnell jenseits von 30.000 Euro. Das weckt Neidgefühle, denn für Kunden in anderen Erdteilen (China, USA) baut VW eigene Passat-Versionen. Die sind technisch nicht ganz so aufwendig, nur als Limousine zu haben, dafür aber größer und günstig. So etwas hätten wir auch gern!

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Kommentare zum Artikel (52)

Erstellt

Inhalt

Funktion

Passatdienstwagenfahrer
29.07.2011, 19:28Uhr

Den 2,0 tdi (Vorgänger) hatte ich als Dienstwagen. Ein im Neuzustand wirklich gutes Fahrzeug, aber der Motor war ein Sorgenkind. Dieses Problem tritt jedoch beim aktuellen Modell nicht mehr auf. Die derzeitige Basisausstattung reicht vollkommen aus.
Ich würde immer den Passat einem Touran vorziehen!
Bild 55 bringt es auf den Punkt - der Passat ist woanders deutlich günstiger.
Nur hier in Deutschland kann man überzogene Preise verlangen.
Wer clever handelt oder zum EU-Händler geht kann aber auch deutlich sparen.

Dr. Murks
08.06.2011, 18:54Uhr

Schallgedämmte Scheiben sind bei PSA ein alter Hut.

passatkenner
08.06.2011, 18:32Uhr

wenn Ihr schon einen Kaufempfehlung zusammenschreibt so sollte es wenigsten stimmen.
Sie schreiben der Ecofuel lässt sich umschalten, nein er läuft immer mit Erdgas ausser dieses
ist alle, es gibt keinen Schalter.
Sie schreiben wie toll leise der Passat ist mit seinen schallgedämmten Scheiben ist -
wenn man den Spur Assistenten bestellt gibt es diese Scheiben nicht mehr, wegen der Kamera.

Eisenbär
08.06.2011, 17:56Uhr

@Gaylord

War ja auch ein bisschen zu viel Information in der Pressemitteilung, denn sonst hätten Sie auch im Gedächtnis behalten, dass es sich bei dem Fahrzeug um den Dienstwagen eines grossen deutschen Telefonanbieters gehandelt hat. Den Wagen hat sich der Täter gar nicht aussuchen können und deshalb brach schon an dieser Stelle Ihre Argumentationskette zusammen und der Rest ist reine Makulatur.

Amin
08.06.2011, 11:22Uhr

Welcher Passat zu mir passt? Bei den Preisen: ein alter! Am besten nen schönen 78er GLS. Oder ein 83er Carat. Ehrlich gesagt: seit 1988 gibt es keinen Passat mehr... ;-)

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