VW Passat SUV oder Tiguan Coupé

VW Passat SUV/Tiguan Coupé

— 30.03.2016

Welches SUV soll VW bauen?

Wegen des Diesel-Skandals muss VW knapp kalkulieren – nur ein SUV ist möglich. Zur Wahl stehen ein Passat SUV und ein Tiguan Coupé. Wie würden Sie entscheiden?

Nach dem Dieselskandal wird bei VW knapp kalkuliert. Bei einem Tag der offenen Tür durften Händler und Manager bewundern, was die Marke für die nächsten Jahre auf der Pfanne hat. Überraschungen? Fehlanzeige. Das Design geht stark auf Nummer sicher, die technischen Innovationen kann man an den Fin- gern einer Hand abzählen. Einen deutlichen Nachfrageschub erhoffen sich die Wolfsburger von der im Prinzip beschlossenen Crossover- Modelloffensive.
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Kernzelle der neuen Modelle ist der allradfähige Modulare Querbaukasten (MQB). Diese skalierbare Architektur deckt ein ungewöhnlich breites Spektrum mit einer Außenlänge von unter vier bis über fünf Metern ab. VW will innerhalb der Crossover-Baureihen, wo es sinnvoll ist, bis zu drei verschiedene Karosserievarianten anbieten: Standard, langer Radstand, Coupé. Doch in Anbetracht des Dieselskandals verändern sich das Tagesgeschäft und die Strategie – von zwei SUVs kann nur eines gebaut werden.

Neue SUVs bis 2021

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Erste Option: Das Tiguan Coupé

Das Tiguan Coupé – flaches Dach, mehr Chrom und immer fünf Türen.

Bei der Vorabpremiere konnten die geladenen Gäste unter anderem Designmodelle des Tiguan Coupé und des langen Tiguan begutachten. Stimme aus dem Off: Das Coupé passt, die Langversion mit der spitzen Schnauze des Urmodells eher nicht. Weil VW den Siebensitzer für China braucht, gilt er auch für Europa als gesetzt. Das Coupé würde zwar in die Marke einzahlen, liegt mit einer hochgerechneten Marge von drei Prozent aber gefährlich dicht an der Renditeschwelle. Sollte der Vorstand dieses Modell durchwinken, dann mit einem fast völlig neuen Hut, der sich am Konzeptfahrzeug aus dem Jahr 2015 orientiert. Die Front dürfte allerdings etwas weniger chromlastig ausfallen, das Heck ist flacher als erwartet, Dach und C-Säulen unterstreichen die sportliche Anmutung. Doch genau hier legen die Kostenrechner ihr Veto ein. Warum? Weil Crossover-Coupés um den Faktor fünf bis zehn schwächer nachgefragt sind und weil sich das Volumen noch einmal halbiert, wenn das Coupé nur zwei Türen hat. Deshalb hat das Tiguan Coupé fünf davon.

VW Tiguan (2016): Fahrbericht

Die Alternative: ein Passat SUV

Das Passat SUV soll die Lücke zwischen Tiguan und Touareg schließen.

Die Alternative ist der Passat SUV. Gegen dieses Modell sprechen die zunehmende Dichte des Angebots und der beträchtliche Einmalaufwand. Auf der Pro-Seite stehen hingegen: Die Nachfrage nach einem Passat SUV dürfte relativ hoch sein, mit diesem Fahrzeug könnte VW höhere Preise erzielen, und die Kosten für den Technikbaukasten MQB würden sich mit einem weiteren Modell auf dieser Plattform noch besser aufteilen als bisher. Klar, auch der Passat Crossover (Deckname T-Track) muss komplett neu eingekleidet werden, sich in die Lücke zwischen Tiguan lang und Touareg quetschen, bei Radstand und Raumangebot nochmals zulegen.

Drei Kombis im Vergleich

Das ist machbar, doch als Rechtfertigung für den höheren Preis für den Kunden braucht es auch eine Differenzierung in Bezug auf die technischen Inhalte. Hier bietet sich zum Beispiel der neue VR6-TSI-Motor an Baumuster EA 390), der hohe Leistung (die Rede ist von 300 PS) mit leisem Lauf und Drehmoment satt (der Flurfunk meldet 420 Newtonmeter) verbindet.

Ihre Meinung ist gefragt!

Umfrage VW SUV

'Welches SUV soll VW bauen?'

Hilfe können sie in Wolfsburg in diesen Tagen gebrauchen. Und hier kommen Sie, liebe AUTO BILD-Leser, ins Spiel. Wir wollen von Ihnen wissen: Tiguan Coupé oder Passat SUV – welches neue SUV soll Volkswagen bauen? Gar nicht so abwegig, dass die neue Chefetage auf Sie hört. Bereits beim ersten Tiguan haben Sie Volkswagen geholfen. Der aus den Begriffen Tiger und Leguan zusammengesetzte Kunstname Tiguan wurde nämlich von Ihnen im Jahr 2006 ausgewählt und setzte sich mit 36 Prozent der Stimmen gegen Nanuk, Namib, Rockton und Samun durch. Ganz klar: Ihre Stimme zählt.



Autor: Georg Kacher

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