VW Passat: Technik-Test

VW Passat VW Passat

VW Passat: Technik-Test

— 26.10.2010

Der Alleskönner-Besserwisser-VW

Der VW Passat war immer ein Musterschüler. Mit mehr Sicherheit und Komfort wird der Wolfsburger jetzt zum Streber. AUTO BILD hat die Assistenzsysteme unter die Lupe genommen und bewertet.

Zum Glück gehen Autoentwickler mit ihren Äußerungen freizügiger um als Pressesprecher. Sie verraten schon mal Dinge, die PR-Profis nicht über die Lippen kommen: "Den neuen Passat haben wir nur für Martin Winterkorn gebaut", verrät uns ein VW-Nachwuchsingenieur und öffnet stolz die Motorhaube. Dazu muss man wissen, dass der VW-Boss wie sein Vorgänger, der heutige Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch (Werksslang: Fugen-Ferdl), als ausgesprochen technikverliebt gilt. Kein Wunder also, dass die siebte Passat-Generation mit innovativen Funktionsdetails um sich wirft wie ein Wiener Zuckerbäcker mit süßen Streuseln.
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Überblick: Alle News und Tests zum VW Passat

Mit nur 4,3 Liter Normverbrauch soll der 105-PS-TDI nicht nur der sparsamste Passat aller Zeiten sein, sondern die B7-Baureihe definiert auch neue Maßstäbe bei Sicherheit und Komfort in der Mittelklasse. Müdigkeitserkennung und City-Notbremse sind Techniken, die bei VW vorerst nur für den Passat zu haben sind. Erst später werden diese Systeme auch im Phaeton und Touareg eingesetzt. Dazu kommen jede Menge Verfeinerungen der bekannten Extras sowie die Erweiterung der Komfortausstattung. So wartet der Passat unter anderem mit einer schwenkbaren Anhängerkupplung auf, der Variant mit Panorama-Glasdach sowie einem verschiebbaren Ladeboden. Eindrucksvoll auch die Easy-Open-Funktion für die Limousine. Hier öffnet der Kofferraumdeckel per Fußtritt. Aber erst ab Mitte 2011. Auch die versprochene Massagefunktion der Sitze war zur Präsentation noch nicht verfügbar.

Überblick: Alle News und Tests zu VW

Hier geht einiges: Der Passat lässt sich mit viel Komfort- und Sicherheitstechnik aufrüsten.

Die Preisliste ist so dick wie noch nie. Knapp 50 Seiten ist die Aufpreisliste lang. Günstigstes Extra ist die 230-Volt-Steckdose für 20 Euro (nur in Verbindung mit dem Reisekomfortpaket für 1470 Euro), teuerste Option ist die "Vienna"-Lederausstattung (mit Klimatisierung) für 2530 Euro. Zwar kostet der billigste Passat Trendline mit 122-PS-Motor 24.425 Euro und damit 675 Euro weniger als bisher, doch wer fleißig Kreuzchen macht, treibt den Preis blitzschnell über 30.000 Euro. Als Variant mit 170 TDI-PS und Allradantrieb liegt schon der Grundpreis des Volkswagens bei fast 40.000 Euro. Der Passat ist nicht nur eine technologische Speerspitze bei VW, sondern auch eine kaufmännische Milchkuh. Martin Winterkorn dürfte also gleich zweifach seine Freude haben.
Jörg Maltzan

Jörg Maltzan

Fazit

Natürlich versucht VW, uns den Passat als völlig neues Auto zu verkaufen. Aber im Fahrbetrieb bleibt vieles weitgehend beim Alten. Gut, er wird leiser, präziser, sparsamer. Aber das haut mich nicht vom Hocker. Der wahre Fortschritt steckt in der Komfort- und Sicherheitstechnik. Da glänzt er mit Systemen, die bislang der Oberklasse vorbehalten waren und den Passat zum innovativsten Auto der Mittelklasse machen. Nur leider nicht ab Werk. Wer sich von Kameras und Radaraugen leiten lassen will, muss tief in die Tasche greifen. Sicherheit bleibt ein Luxusgut. Leider. 

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