VW Phaeton
— 17.04.2008Re-Start in den USA
Wegen Erfolglosigkeit hatte Volkswagen den Phaeton in den USA 2006 vom Markt genommen. 2009 soll er wieder über den großen Teich schippern. Auch in Deutschland feiert das Flaggschiff eine Wiedergeburt.
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Winterkorn bekennt sich zum Flaggschiff
Seit dem Markteintritt im Frühjahr 2002 wurden nach laut Welt-Informationen weltweit 33.000 Phaeton ausgeliefert, davon rund die Hälfte in Deutschland. Die stärksten Absatzmärkte neben Deutschland waren in der jüngeren Vergangenheit Südkorea, China, Großbritannien, Spanien und Italien. Nach 5700 verkauften Phaetons im vergangenen Jahr rechnet VW 2008 mit einem Absatz von etwa 7000 Fahrzeugen. Der Versuch, den Phaeton in nennenswerter Stückzahl in den Vereinigten Staaten zu verkaufen, kostete viel Geld – und scheiterte. Vor zwei Jahren beendete der damalige Volkswagen-Chef Bernd Pischetsrieder schließlich das amerikanische Abenteuer. Der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn, einst einer der Mitentwickler des Nobelautos, will definitiv am Phaeton festhalten. "Der Phaeton gehört zu Volkswagen", sagt Winterkorn und ergänzt: "Ich habe mich eindeutig zum Phaeton bekannt und seitdem steigen die Verkaufszahlen." Bestärkt wird Winterkorn in seinem Beharren durch das Wissen, dass auch die ersten Serien des 7er-BMW oder des Audi A8 keine großen Erfolge waren.Das Baukasten-Prinzip soll Kosten senken
Die nächste Generation des VW Phaetons soll Anfang des nächsten Jahrzehnts auf den Markt kommen. Stärker als bisher sollen die Entwickler dabei in die Baukästen des Konzerns greifen und sich bei den Schwestermodellen bedienen. Nach Informationen aus hochrangigen Konzernkreisen ist zudem voraussichtlich erst im Jahr 2009 die Rückkehr des Modells in die USA vorgesehen. Bislang war erwartet worden, dass der US-Markteintritt bereits in diesem Jahr erfolgen könnte. Widerstand könnte von Großaktionär Porsche kommen: So betonte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, wenn auch nicht direkt auf den Phaeton bezogen, dass die Zeit der "teuren Spielzeuge" vorbei sei. Das kann und soll sich nun mit der nächsten Generation des Phaeton ändern. "VW wird den Phaeton – wie jedes andere Modell auch – freilich nur bauen, wenn wir damit die angestrebte Kapitalrendite erzielen", sagt Winterkorn beschwichtigend und ergänzt: "Ich sehe aber keinen Grund, warum das nicht so sein sollte." Das dürfte der Porsche-Chef gerne hören.
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