VW Phaeton im Gebrauchtwagen-Test

VW Phaeton VW Phaeton VW Phaeton

VW Phaeton: Gebrauchtwagen-Test

— 09.08.2016

Großer Luxus zum kleinen Preis?

Luxus kostet. Nicht beim Phaeton. Wer den großen VW sucht, findet Gebrauchte ab 5000 Euro, interessant wird es ab 9000 Euro. Entscheidend ist die Pflege-Historie.

Der Meteorologe weiß, wie das Wetter wird. Was ein Gebraucht-Phaeton taugt, weiß der Werkstatt-Profi. Gemeinsam haben sie beide: Auch beim VW ist wie bei der Klimaprognose alles drin – von heiter bis wolkig. 2002 scheint noch die Sonne. Aus der frisch erbauten Gläsernen Manufaktur in Dresden gleitet der erste Phaeton. Das Oberklasseauto ist der ehrgeizige Anspruch, im S-Klasse-Segment mitzufahren. Die Verarbeitung ist tadellos, kann sich mit noblen Bentley messen. Anfangs gab es Probleme mit der komplexen Elektronik, abstürzenden Navis, entladenen Batterien. Doch nach zwei Baujahren ist das behoben.

Gebrauchtwagensuche: VW Phaeton

Angebote ab 5000 Euro? Finger weg!

Die lange Bauzeit, das fehlende Image und der geringe Erfolg machen den Phaeton zum günstigen Luxus-Liner.

Heute sieht der Phaeton nach vier Modellpflegen (2007, 2008, 2010, 2014) immer noch fast unverändert aus. Ein wirklicher Nachfolger ist übrigens nicht zu erwarten. Die nächste Phaeton-Generation soll gemeinsam mit Audi entstehen, 2019 als großes SUV mit E-Antrieb auf den Markt kommen. Die lange Bauzeit, das fehlende Image, der geringe Erfolg der VW-Oberklasse lassen im Handel die Preise purzeln. Zweithand-Exemplare unter 30.000 Euro schiebt der Markenhändler sofort weiter zu freien Anbietern. Das versaut sonst die Neupreise. Beim Fähnchendealer starten die Modelle schon ab 5000 Euro. Doch Finger weg! Die sind so zuverlässig wie die Ankündigungen zur Fertigstellung des Berliner Flughafens. Und finanziell genauso kalkulierbar.
Überblick: Alle News und Tests zum Phaeton

Der Weg zum Phaeton sollte über den Markenhändler führen

Die fast 160.000 Kilometer sieht man unserem Phaeton nicht an. Die VW-Qualität liegt auf Bentley-Niveau.

Unseren Testwagen finden wir bei Auto Popal im Süden Hamburgs. Den Viertürer treibt die beliebte 3.0-TDI-Maschine an, er ist klassenüblich gut ausgestattet. Die fast 160.000 Kilometer sieht man dem Wagen nicht an. Alle Knöpfe funktionieren, auch das Navi weist den richtigen Weg. Doch wehe, der führt zu VW. Dann wird es teuer. Beispiel: Wer bei einer Reifenpanne vergisst, die beiden Niveauschalter in der Mittelkonsole gleichzeitig zu drücken (Wagenhebermodus), riskiert beim Anlupfen Defekte an den Luftfederung. Ein Federbein kostet 1300 Euro. Wird die Macke ignoriert, läuft auch noch der Kompressor heiß. Es gibt zwar einen Reparatursatz, ist aber der Austausch notwendig, kostet der Wechsel noch mal so viel – und das ohne Montage.

Aus diesen Gründen gilt es, eine wichtige Regel zu beachten: Alt-Phaeton kauft man nur mit nachvollziehbarer Pflegehistorie beim Markenhändler. Sonst droht ein finanzieller Wolkenbruch. Was bei unserem Testwagen aufgefallen ist, und auf welche Mängel Käufer beim gebrauchten VW Phaeton außerdem achten sollten, erfahren Sie in der Bildergalerie.

VW Phaeton im Gebrauchtwagen-Test

VW Phaeton VW Phaeton VW Phaeton

Drei gebrauchte VW Phaeton im Check

VW Phaeton VW Phaeton V10 TDI 5.0 VW Phaeton V6 TDI 3.0 4Motion

Stichworte:

Luxusklasse

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.