VW Phaeton V6 3.2

VW Phaeton V6 3.2 VW Phaeton V6 3.2

VW Phaeton V6 3.2

— 02.10.2002

Einstieg zum Aufstieg

Der Phaeton fürs "Volk" hat Schaltgetriebe statt Automatik, V6 statt W12, Front- statt Allradantrieb. Bisschen ärmlich, oder?

Motor und Fahrwerk

Der Einstieg zum Aufstieg ist mühsam, unterm Strich aber eine lohnenswerte Investition. Wer statt des W12 den Basis-Phaeton V6 3.2 wählt, spart – ohne großen Verzicht – den Gegenwert einer Mercedes E-Klasse.

Antrieb und Fahrleistungen Dafür sorgt schon der kompakte Sechser. Hier im Phaeton spielt er nicht den dynamischen Reißer wie im Golf R32, eher den triebhaften Gentleman. Immer auf dem Sprung, doch stets mit tadellosen Manieren. Beim souveränen Dahingleiten akustisch vornehm zurückhaltend, beim Angasen mit sportlichem Gruß im Unterton. Und was der V6 mit den 2,2 Tonnen Luxusfracht anstellt, ist mehr als erstaunlich. Tempo 100 in 8,9 Sekunden, Spitze 245 – hoppla, das sind Sportwagen-Werte. Doch noch lange kein Grund, den Einstiegs-Phaeton in der Basis als Sechsgangschalter zum Kunden zu schicken. Das Getriebe arbeitet zwar präzise, passt aber zu einer Nobellimousine wie Joggingschuhe zum Zweireiher.

Sicherheit und Fahrverhalten Der Phaeton überzeugt mit einer Handlichkeit und Dynamik, die man einer Fünf-Meter-Luxuslimousine nicht zutraut. Airbags und elektronisches Sicherheitspersonal (zum Beispiel ESP) sind reichlich an Bord und – na klar – auf dem neuesten Stand der Technik.

Komfort und Preis

Wirtschaftlichkeit Vollgas mit dem V6 wird richtig teuer. 17, 18, 19, 20 Liter rauschen dann durch den Auspuff. Wer gemütlich bummelt, wird mit zwölf Litern im Schnitt belohnt.

Karosserie und Komfort Der Phaeton-Palast ist – derzeit – der automobile Himmel auf Erden. Top verarbeitet, garniert mit edelsten Zutaten, sensationellen, 18-fach einstellbaren Sesseln und raffinierten Showeinlagen. Schon wie die Holzblenden lautlos vor die Lüfterdüsen gleiten, um sensible Passagiere vor Zugluft zu schützen – dafür könnte man glatt Eintritt verlangen. Zumal auch der V6 3.2 keineswegs aus ärmlichen Verhältnissen kommt und auf nichts wirklich Wesentliches verzichten muss. Dank Luftfederung und anwählbarer Dämpfereinstellung spielt Phaeton mal die Sänfte, mal den Sportler.

Emotionen Der Phaeton V6 schöpft seine Anziehungskraft aus der Perfektion im Detail und aus der Erkenntnis, dass ein 37.300 Euro teurerer W12 auch nicht viel mehr kann.

Fazit und Technische Daten

Fazit Von wegen untermotorisiertes Dickschiff: Der Phaeton V6 3.2 überzeugt auf ganzer Linie. Wer ihn längere Zeit fährt, wird weder den teuren W12 noch den recht schlappen W8 vermissen. Eine edle Alternative zur S-Klasse, der zur Krönung nur der Stern fehlt. Oder eben auch nicht.

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