VW Phaeton Mythos von Hofele

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VW Phaeton von Hofele

— 28.04.2010

Phaeton im Bentley-Zwirn

Sport macht müde Knochen munter: Hofele unterzieht den seit 2002 gebauten VW Phaeton einer gründlichen Verjüngungskur. Resultat: der Mythos mit Grill im Bentley-Stil und Chiptuning auf 265 PS.

Tuner Hofele veredelt Autos vom Schlage eines Cayenne, eines Touareg oder eines A5. Die typischen Mainstream-Mobile eben. Jetzt hingegen haben sich die Schwaben eines Mauerblümchens angenommen: des Phaeton. Geschäftsführer Michael Hofele klärt auf: "Die große VW-Limousine ist eine verkannte Größe: rundum gut, super solide, aber trotzdem ungeliebt – was nicht zuletzt am unscheinbaren Auftritt liegt. Unser Phaeton Mythos hat die schillernde Aura, die dem Serienfahrzeug abgeht."

Karosserie/Qualität

Mehr Leistung dank Chiptuning: von 240 geht es auf 265 PS. Das Drehmoment erhöht sich von 500 auf 530 Newtonmeter.

Auf Anhieb erkennt kaum einer die Phaeton-Basis: Grill im Bentley-Stil und ein neuer Stoßfänger tilgen augenfällige VW-Spuren. Hinten verdeckt eine auf den Kofferraumdeckel montierte großflächige Blende mit integriertem Heckflügelchen das Volkswagen-Markenzeichen. Wir vermissen lediglich eine Tieferlegung – die ließe die 20-Zöller fülliger in die Radhäuser eintauchen. Die in den Heckschürzenansatz eingearbeiteten Endohrstücke sind nur Attrappen ohne Anbindung an den Serienauspuff.

Fahrfreude/Antrieb

Dem Sechszylinder hilft ein Chiptuning auf die Sprünge: Die Leistung steigt von 240 auf 265 PS, das maximale Drehmoment erhöht sich von 500 auf 530 Newtonmeter. Liest sich auf dem Papier nicht allzu spektakulär – fühlt sich aber bärig an. Per Kickdown motiviert, streift das Aggregat jegliche Behäbigkeit ab.

Fahrleistungen

7,5 Sekunden von 0 bis 100 km/h sind völlig in Ordnung – das Serienauto benötigt 8,3 Sekunden (Werksangabe). Fast noch beeindruckender: die von 237 auf 243 km/h erhöhte Endgeschwindigkeit. Die gewaltige Sechskolbenbremse mit 396 Millimeter großen Scheiben kann sich aufgrund der beim Messen herrschenden Minustemperaturen nicht in Szene setzen. Im Alltagsbetrieb zeigt sie sich der Fahrzeugmasse von 2,2 Tonnen jedoch allzeit gewachsen und besticht mit toller Dosierbarkeit und perfekt austarierter Balance.

Fahrwerk/Komfort

Erwartungsgemäß hält sich die Agilität des Mythos in Grenzen. Seine Stunde schlägt auf der Autobahn: Straßenlage, Geradeauslauf und Federungskomfort begeistern.

Preis/Kosten

Der Gesamtpreis von 88.289 Euro erscheint auf den ersten Blick astronomisch. Wer sich als Basis jedoch einen guten gebrauchten Phaeton schnappt (ab 20.000 Euro), kommt deutlich günstiger weg. Der Mehrverbrauch beim Tuningfahrzeug fällt noch akzeptabel aus. 11,2 Liter Diesel stehen den rund 10 Litern gegenüber, die ein Serien-Phaeton im Alltagsgebrauch konsumiert.
Technische Daten Phaeton Mythos
Motor V6, Turbodiesel
Einbaulage vorne längs
Hubraum 2967 cm3
kW (PS) bei 4050/min 195 kW (265 PS)
Nm bei 1550-3550/min 530
Antriebsart Allrad
Getriebe 6-Stufen Automatik
Leistungsgewicht 89 PS/l
Beschleunigung
0-100 km/h 7,5 s
Testverbrauch
Ø auf 100 km 11,2 l Diesel
Leergewicht 2212 kg
Höchstgeschwindigkeit 243 km/h
Preis Testwagen 88.289 Euro

Autor: Ben Arnold

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