VW Polo GTI (2017): Test

VW Polo GTI (2017): Test

VW Polo GTI VW Polo GTI VW Polo GTI

VW Polo 6 GTI (2017): Test

— 13.12.2017

Krafttraining für den neuen Polo

Mit der neuen Generation des VW Polo steht auch der GTI bereit. 200 PS und 17-Zoll-Felgen bringt der Kleine mit. AUTO BILD ist ihn gefahren!

Volkswagen stellt die sechste Generation des VW Polo vor – und natürlich wird es auch wieder einen GTI geben. Der kleine Sportler ist mittlerweile fester Bestandteil der GTI-Familie und ist ab sofort zum Einstiegspreis von 23.950 Euro bestellbar. Zur Serienausstattung gehören DSG, Sportfahrwerk und -Sitze sowie 17-Zoll-Felgen.

Zu Hause im GT – mit traditionellem "Clark"-Karomuster

So geht GTI: Sportsitze mit Karomuster, abgeflachtes Sport-Lederlenkrad mit roten Ziernähten.

Der Innenraum kommt in typischer GTI-Manier. Die Designsprache des Basis-Polo ist aber immer noch gut erkennbar – das Raumgefühl ist wie im normalen Polo eher schon Kompaktklasse als Kleinwagen. Die Sitzposition ist tiefer, das passt natürlich besonders zum sportlichen Polo. Das abgeflachte Sport-Lederlenkrad mit roten Ziernähten ist im GTI ein Muss, Multifunktion und GTI-Prägung in der Lenkradspange inklusive. Das feine Leder ums Volant ist ein Handschmeichler und dabei griffig – gut, wenn die Gangart auf der kurvigen Landstraße härter wird. Sowohl die gut ausgeformten Sportsitze vorne als auch die hinteren Sitze haben Sitzflächen im "Clark"-Karomuster, das an den Ur-GTI erinnert. Die Seitenwangen sind mit schwarzem Stoff bezogen. Auch Dachhimmel und Säulen sind schwarz bezogen. Der Top-Polo ist serienmäßig mit der Ambiente-Beleuchtung ausgestattet. Alles in allem folgt der Innenraum des Polo GTI dem Ideal: dort sportlich, wo es sein muss – und dabei voll alltagstauglich.

Neue VW (bis 2025)

Auch außen gibt's typische GTI-Elemente

Der neue Polo GTI ist 81 Millimeter länger, 69 Millimeter breiter und sieben Millimeter flacher geworden.

Äußerlich trägt auch das neue Modell wieder die typischen GTI-Elemente. Der Kühlergrill besitzt die obligatorische Wabenstruktur, die Frontschürze ist markanter und trägt eine Spoilerlippe. Auch der rote GTI-Streifen ziert das Gesicht des sportlichen Polo. Das Element wird in den Scheinwerfern fortgeführt, was dem Kleinen einen besonderen "Blick" verleiht. Am Heck finden sich eine Dachspoilerkante in Wagenfarbe, LED-Leuchten, ein Diffusor und ein Doppelauspuff mit Chromblenden. Serienmäßig sind 17-Zoll-Felgen montiert, als einziger Polo können für den GTI auch 18-Zöller bestellt werden. Markant sind auch die rot lackierten Bremssättel sowie die verbreiterten Seitenschweller.

Mehr PS und 15 Millimeter weniger Bodenfreiheit

Ein Zweiliter-TSI mit 200 PS ersetzt den bislang 192 PS starken 1.8 TSI.

Acht PS mehr im Vergleich zum Vorgänger platzieren die Wolfsburger unter der Motorhaube des kleinen GTI. Der neue Zweiliter-TSI leistet 200 PS (Vorgänger: 1.8 TSI mit 192 PS). Mit dem DSG zieht der 1,35 Tonnen schwere Polo GTI in nur 6,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h – eine leichte Verzögerung bei der Gasannahme inbegriffen. Damit liegt er ziemlich gleichauf zum Opel Corsa OPC oder dem Mini Cooper S. Als Höchstgeschwindigkeit gibt VW für den viertürigen Polo GTI 237 km/h an. Mit einem Verbrauch von offiziell 5,9 Litern auf 100 Kilometern wird man im Alltag nicht klarkommen – wer GTI fährt, fährt sportlich. Unter knapp neun Litern Super, braucht man es gar nicht erst zu versuchen. Da hilft auch das serienmäßige Start-Stopp-System nicht viel.

Im Sportmodus zeigt der Polo GTI seine Krallen

Im Alltag gibt sich der Polo GTI lammfromm, im Sportmodus wird er zum Giftzwerg.

Im Normalmodus fährt sich der Polo GTI wie ein kraftvolles, aber gutmütiges Alltagsauto. Ein netter, leiser Zeitgenosse, der weder Umgebung noch Insassen durch einen unnötig hohen Geräuschpegel nervt und in dem man dank der komfortablen Federung auch lange Strecken entspannt zurücklegt. Sobald man aber den Sportmodus eingeschaltet hat, zeigt er seine andere Seite: Die Elektronik dreht die Gänge bis zum Anschlag, die Federung versteift sich bis kurz vor die Ruppigkeit, die Gasannahme wird giftiger und die Lenkung einen Tick direkter. Gleichzeitig ändert sich die komplette Geräuschkulisse: Der Sound wird kerniger, wenn man Geschwindigkeit wegnimmt, sprotzt der Motor Stöße von Zwischengas und knallt gelegentlich simulierte Fehlzündungen zum Endrohr raus. Ganz wie ein Großer.
 
Der Sportmodus hält den GTI selbst dann noch unbeirrbar in der Spur, wenn es in rasantem Tempo um enge Kurven geht. Das Heck versucht nicht auszubrechen, der Wagen versetzt nicht, selbst mit den unterschiedlichen Reibungskoeffizienten von Asphalt und Curbs kommt der Polo klar. Beim Herausbeschleunigen aus Kurven ist trotz Frontantrieb kein Gewusel in der präzisen, elektromechanischen Lenkung spürbar, die 215 Millimeter breiten Vorderreifen verlieren nie den Grip. Dafür sorgt auch die serienmäßig verbaute Differenzialsperre. Preislich startet der VW Polo GTI bei 23.950 Euro.

VW Polo GTI (2017): Test

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Autoren: Andreas Huber, Peter R. Fischer

Stichworte:

GTI

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