VW Polo Blue GT: Fahrbericht

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VW Polo Blue GT: Fahrbericht

— 02.07.2012

Mal Sprinter, mal Sparer

Der neue VW Polo Blue GT ist mal Sprinter, mal Sparer. Möglich macht dies eine Zylinderabschaltung. Wie das Sparprogramm funktioniert, zeigt der erste Fahrbericht.

Sprinten wie ein GTI und sparen wie ein Schotte – der VW Polo Blue GT soll beides können. Eine neue Technik ermöglicht diesen Spagat: die Zylinderabschaltung. Und die funktioniert so: Im Teillastbetrieb werden zwei der vier Zylinder abgeschaltet. 140 PS leistet der neue Turbo-TSI. Kleiner Nachteil der Technik: beides zusammen – krachen lassen und knickern –, das geht nicht. Der Fahrer muss entscheiden, ob er sportlich spurten oder sparsam gleiten will. Denn der Vierzylinder im Blue GT nutzt sein Geizpotenzial nur, wenn er im unangestrengten Leistungsbereich unterwegs ist.

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Der TSI im "blauen Polo" schaltet im Teillastbereich zwei der vier Zylinder ab.

Das Polo-Sparprogramm läuft so: rollen lassen, sanft beschleunigen – dann schaltet der Motor zwei seiner vier Zylinder ab. Kein Zündfunken, keine Flamme im Brennraum, kein Spritverbrauch in stillgelegten Pötten – jetzt geizt der Volkswagen wie ein Schotte. Gut so. Aber: Beherzt Gas geben darf der umweltbewusste Fahrer nicht. Muss der Motor mehr als zwei Fünftel seiner Kraft (ab 100 Nm von maximal 250 Nm) ans Getriebe abgeben oder über 4000 Touren drehen, arbeiten wieder alle vier Zylinder. Hellwach lässt er jetzt dem GTI in ihm freien Lauf, beschleunigt druckvoll, bleibt leise gedämmt und laufruhig.

Ein Schuss GTI steckt drin

Im Blue GT Paket enthalten: sehr bequeme Sportsitze mit Extra-Seitenhalt und ein griffiges Lederlenkrad.

Die Zu- oder Abschaltvorgänge der mittleren Zylinder sind nicht wirklich zu spüren, weder akustisch noch als Ruckeln, sogar die mechanische Laufruhe im Zweizylinder-Modus bleibt unverändert. Der Rest  ist typisch Polo: funktional und von kosequenter Sachlichkeit. Der Blue GT kommt auch als Fünftürer, DSG gibt's gegen Aufpreis). Er ist einen Tick sportlicher als Trendline und Co. Die kürzere Federn und größeren Räder kosten zwar Abrollkomfort, bringen dafür aber mehr Klebstoff für die Straße. Damit "Blue" auch zu sehen ist: Der GT erhält Sportsitze, schwarze Spiegel, Heckspoiler und eine Heckschürze mit Diffusor. Steckt eben ein Schuss GTI drin, in diesem Sparer.

Autor: Jan Horn

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