Drei Kleinwagen mit Automatik

VW Polo/Ford Fiesta/Nissan Note: Test

— 01.09.2014

Automatisch gut?

Noch sind sie selten, aber: Kleinwagen mit Automatik sind im Kommen. Ist das überhaupt eine sinnvolle Kombination? Wir haben es bei Ford Fiesta, Nissan Note und VW Polo getestet.

Am günstigsten macht es Ford. 1100 Euro verlangen sie beim Fiesta für das Powershift-Sechsgang-Direktschaltgetriebe. 1475 Euro berechnet VW für das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe beim Polo, und Nissan möchte beim Note gern 1485 Euro für das modernisierte, stufenlose CVT-Getriebe überwiesen bekommen. Bei Testwagen-Preisen um die 20.000 Euro nicht gerade wenig – lohnt sich das überhaupt?

Die Automatik entlastet den Fahrer in der Stadt erheblich

Video: Fiesta vs. Note und Polo

Minis mit Automatik

Klare Antwort vorweg: bei zwei der Autos uneingeschränkt, bei einem, na ja, vielleicht nicht unbedingt. Trotzdem: Selbst eine nicht übermäßig gut funktionierende Automatik trägt wesentlich zur Entlastung des Fahrers bei. Ein kleiner Hinweis auf den Rote-Ampel-Dauerstau-Stop-and-go-Verkehr, durch den wir uns morgens mit schleifender Kupplung manövrieren, reicht wohl aus.  Eine Automatik – egal welcher Art – ist da durchaus hilfreich. Wobei Automatik inzwischen ein weiter Begriff ist, neben dem klassischen System mit Drehmomentwandler gibt es auch stufenlose Getriebe und solche, die die Schaltarbeit per Doppelkupplung verrichten. Das Interesse wächst jedenfalls, auch bei den Kleinwagen, die Hersteller haben reagiert und das Angebot erheblich vergrößert – der Autokäufer hat mittlerweile die Wahl aus über 20 Modellen. Ford, Nissan und VW fahren hier schon mal vor und zeigen, wie gut es funktioniert.

Alle Details zum Test finden Sie in der Bildergalerie.
Fahrzeugdaten Ford Nissan VW
Motor Dreizylinder, Turbo Dreizylinder, Kompressor Vierzylinder, Turbo
Einbaulage vorn quer vorn quer vorn quer
Ventile/Nockenwellen 4 pro Zylinder/2 4 pro Zylinder/2 4 pro Zylinder/2
Nockenwellenantrieb Zahnriemen Kette Zahnriemen
Hubraum 998 cm³ 1198 cm³ 1197 cm³
kW (PS) bei 1/min 74 (100)/6000 72 (98)/5600 66 (90)/4800
Nm bei 1/min 170/1400 147/4400 160/1400
Vmax 180 km/h 173 km/h 184 km/h
Getriebe Sechsgang, Doppelkupplung CVT, stufenlose Automatik Siebengang, Doppelkupplung
Antrieb Vorderradantrieb Vorderradantrieb Vorderradantrieb
Bremsen vorn/hinten Scheiben/Trommel Scheiben/Trommel Scheiben/Scheiben
Testwagenbereifung 195/50 R 16 V 195/55 R 16 V 215/45 R 16 H
Reifentyp Continental PremiumContact 2 Bridgestone Turanza ER 300 Dunlop SP Sport Maxx
Radgröße 6,5 x 16'' 6 x 16'' 7 x 16''
Abgas CO2 114 g/km 119 g/km 109 g/km
Verbrauch* 6,6/3,9/4,9 l 6,2/4,5/5,1 l 5,8/4,1/4,7 l
Tankinhalt 42 l/Super 41 l/Super 45 l/Super
Kältemittel/Klimaanlage R134a R1234yf R134a
Vorbeifahrgeräusch 74 dB (A) 71 dB (A) 69 dB (A)
Anhängelast gebr./ungebr. 900/550 kg keine Angabe 1000/560 kg
Kofferraumvolumen 295-979 I 325-1495 I 280-952
Länge/Breite/Höhe 3969/1787–1987**/1495 mm 4140/1695–1987**/1535 mm 3972/1682–1901**/1453 mm
Testwagenpreis 19.010 Euro 21.280 Euro 20.400 Euro
* innerorts/außerorts/gesamt auf 100 km; ** Breite mit Außenspiegeln
Messwerte Ford Nissan VW
Beschleunigung
0–50 km/h 3,7 s 4,4 s 4,1 s
0–100 km/h 10,7 s 13,2 s 11,9 s
0–130 km/h 18,7 s 24,2 s 20,1 s
Zwischenspurt
60–100 km/h 5,9 s 7,7 s 6,6 s
80–120 km/h 8,1 s 10,9 s 8,8 s
Leergewicht/Zuladung 1159/396 kg 1184/406 kg 1150/500 kg
Gewichtsverteilung v./h. 63/37 % 61/39 % 63/37 %
Wendekreis links/rechts 10,9/10,9 m 11,6/11,3 m 10,6/10,7 m
Bremsweg
aus 100 km/h kalt 38,9 m 38,3 m 36,5 m
aus 100 km/h warm 39,0 m 37,6 m 37,1 m
Innengeräusch
bei 50 km/h 62 dB (A) 60 dB (A) 60 dB (A)
bei 100 km/h 67 dB (A) 67 dB (A) 67 dB (A)
bei 130 km/h 70 dB (A) 71 dB (A) 70 dB (A)
Testverbrauch – CO2 5,6 l S – 133 g/km 6,1 l S – 145 g/km 5,2 l S – 124 g/km
Reichweite 740 km 660 km 860 km
Dirk Branke

Dirk Branke

Fazit

Der Polo besiegt die Konkurrenten. Nicht nur weil er das beste Getriebe hat, der kleine VW fährt gefühlt auch schlicht eine Klasse höher. Und: Als Einziger kann er den Getriebe-Aufpreis wieder einfahren, denn er verbraucht weniger als ein Handschalter. Der Nissan glänzt mit Funktionalität, schwächelt beim Fahren. Und Ford? Der patzt beim Bremsen.

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