VW prüft den Lupo-Stop

VW prüft den Lupo-Stop

— 07.06.2005

Vom Aussterben bedroht

VW will sparen. Deshalb bangt der kleine Lupo jetzt ums Leben: Sowohl 3L als auch GTI steuern hart in Richtung Abstellgleis.

Der neue VW-Markenchef Wolfgang Bernhard stellt die Produktionskosten auf den Prüfstand. Erstes Ziel: Die Herstellungskosten für den Golf senken. Ziel Nummer zwei: Überflüssige Modelle raus. Für zwei Kandidaten sieht es da besonders schlecht aus – die letzten Überlebenden der Spezies Lupo.

Nach dem Start des Fox sind nur noch zwei Varianten des Kleinstwagens mit den runden Scheinwerfern übriggeblieben. Sowohl der Lupo GTI als auch der knauserige Dreizylinder-Diesel 3L sind bei der Kundschaft offenbar schon in Vergessenheit geraten. Allein vom kleinen Spritsparwunder wurden seit Produktionsstart 1999 insgesamt nur 30.000 Exemplare verkauft. Zur Zeit steht der 3L mit 15.225 Euro in der Preisliste. Um die gute Ökobilanz zu halten, müßte er mit einem Partikelfilter ausgerüstet werden – unbezahlbar. VW-Sprecher Bernd Schröder sieht deshalb keine große Hoffnung für den Lupo: "Der Daumen tendiert nach unten."

In der Wolfsburger Modellpalette zählt der Lupo ohnehin schon zu den angestaubten Senioren. Zum Jahresbeginn 2005 hatte VW eine gigantische Modelloffensive gestartet: Erst Golf Plus, dann Polo, Fox, Jetta, Passat, im August als sechste Neuheit der Passat Variant – gegen diese Familienbande müßte sich der Kleine schon sehr anstrengen.

Autor: Michael Voß

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