VW/Range Rover/Kia/Mercedes: Kamera-Test

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VW, Range Rover, Kia, Mercedes: Auto-Kameras im Test

— 05.10.2010

Mehr Überblick mit Kameras?

Vorsicht, Kamera: Unsere Autos werden zu mobilen TV-Studios. Aber kann man wirklich ohne menschlichen Blick nur nach Kamera fahren? AUTO BILD testet die Systeme von VW Tourag, Range Rover, Kia Venga und Mercedes E-Klasse.

AUTO BILD spielt Blindekuh. Alle Scheiben sind verklebt, Sicht gleich null. Der Range Rover rollt mit Schritttempo in den Hütchen-Parcours, ganz knapp vor den Pylonen kriegt er die Kurve. Ganz schön kitzlig, wie ich mich (auf abgesperrtem Gelände) langsam durchs rotweiße Labyrinth taste. Geht das wirklich? Und wie lange geht's gut? Was wie eine Schnapsidee klingt, hat einen bierernsten Hintergrund. Immer mehr Autos fahren mit Kameras herum. Erst nur mit Rückfahrhilfen, die das Einparken erleichtern sollen, jetzt zunehmend mit komplexen Systemen, bei denen mehrere Kameras eine Vielzahl von Ansichten auf den Bordmonitor zaubern: vorn, hinten, an den Seiten – nichts bleibt dem Fahrer verborgen.

Einzelheiten zum Kameratest erfahren Sie oben in der Galerie!

Dem elektronischen Auge des Touareg entgeht fast nichts. Die Slalomfahrt schafft er verblüffend schnell.

Eine Totalüberwachung – wirklich so gut, dass man Blindekuh spielen kann? Was moderne Autokameras können, haben wir in diesem ungewöhnlichen Test überprüft. Mit abgedunkelten Fenstern mussten vier Modelle beweisen, ob und wie schnell sie sich nur per Kamerabild manövrieren lassen. Es ist ein verdammt komisches Gefühl, ohne natürliche Sicht Auto zu fahren. Doch es funktioniert. Mit etwas Eingewöhnung finden wir in fast allen Fällen eine kollisionsfreie Linie. Besonders hochgerüstet fährt der Range Rover, der mit zwei Front-, zwei Außenspiegel- und einer Heckkamera zum rollenden TV-Studio wird. Außerdem gibt's eine mobile "Venturecam", die außerhalb des Autos platziert werden kann und von dort drahtlos Bilder ins Auto überträgt.

Rundum-, Rück- und Nachtsicht im Test

Auch VW bietet für den neuen Touareg ein umfangreiches Kamerapaket. Hier sind es vier Weitwinkelobjektive (180 Grad) im Front-, Heck- und Seitenbereich, die eine Rundumsicht namens "Area View" auf dem Touchscreen-Bildschirm erzeugen. Außerdem im Test: Der kompakte Kia Venga steht stellvertretend für alle Autos mit Rückfahrkamera. Zusätzlich haben wir eine Mercedes E-Klasse in die vier Testdisziplinen geschickt. Bei ihr guckt keine herkömmliche Linse, sondern eine Infrarotkamera nach vorn. Das System heißt "Night Vision"und soll das Fahren bei Nacht sicherer machen. Tagsüber sieht das Ergebnis aber ganz schön düster aus.
Jörg Maltzan

Jörg Maltzan

Fazit

Fernsehreife Vorstellung: Erstaunlich, was Kameras in unseren Autos heute leisten. Besonders die Rundum-Überwachung im VW Touareg bietet mehr als nur nette Spielerei. Nicht ganz so perfekt arbeitet ein ähnliches System im Range Rover. Dafür bietet es Gespann-Fahrern, die den Range ja traditionell sehr schätzen, den Blick auf die Deichsel – ein beruhigendes Gefühl. Früher exotischer Luxus, gibt es Einparkkameras inzwischen auch für viele Volumenmodelle. Wie gut die sich ins Cockpit integrieren lassen, beweisen der Kia Venga und sein Schwestermodell Soul. Der Innenspiegel ist der perfekte Ort für den Monitor. Das Bild ist zwar klein, dafür aber gestochen scharf.  

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