Müller soll VW aus dem Graben holen

VW-Skandal: Pressestimmen

— 24.09.2015

"Könnte das Ende für den Diesel sein"

"Schlag in die Magengrube", "mögliches Ende des Massen-Diesels", "Made in Germany ist beschädigt": die internationalen Pressestimmen zum VW-Skandal.

Online-Voting

'VW-Chef Winterkorn ist zurückgetreten. Ihre Meinung? '

"Times" (Großbritannien):
"Es ist der schlimmste Unternehmensskandal in der Geschichte des modernen Deutschlands, und er könnte das Ende für die Produktion von Diesel-Fahrzeugen als Massenprodukt einläuten. Unmittelbar ist der Skandal ein schwerer Schlag für einen zentralen Pfeiler der stärksten Wirtschaftsmacht Europas." • "New York Times" (USA): "Haben die Ingenieure und Führungskräfte, die die Mogel-Software entwarfen, jemals an das enorme Risiko gedacht, das sie eingegangen sind? Haben sie wirklich gedacht, dass es den unschätzbaren Schaden für die Kunden, für die Umwelt, für die Aktionäre und für ihre ehrwürdige Marke wert ist, nur um unerlaubterweise etwas mehr Kraft aus ihren Motoren zu holen?" • "Fortune" (USA): "Für diejenigen, die VW immer schon geliebt haben, ist der Skandal ein Schlag in die Magengrube. Es ist so, als entdeckte man, dass das Sportidol Deiner Kindheit die ganze Zeit ein Lügner auf Steroiden war. (...) Wie die Gefolgsleute von Lance Armstrong müssen VW-Fans nun der Wahrheit ins Gesicht sehen - um das zu verteidigen, was man nicht verteidigen kann."

Müller soll VW aus dem Graben holen

"Le Monde" (Frankreich):
"Diese Affäre geht weit über Volkswagen hinaus. Sie beschädigt das Image der Europäer, die gern Lektionen erteilen und sich rühmen, Vorreiter im Kampf gegen die Umweltverschmutzung und gegen die Klimaerwärmung zu sein." • "La Stampa" (Italien): "Volkswagen, 'Das Auto', wie die Werbung deklamiert, war immer der Stolz und das Symbol der deutschen Industrie. Nun droht der Skandal, der sie (die Volkswagen AG) fortreißt, den guten Namen von ganz Made in Germany zu untergraben." • "Berlingske" (Dänemark): "(VW-Chef) Winterkorn gilt als Mann, der jedes Detail kennt, ein Direktor, der bei der Automesse gern eine Autotür zufallen lässt, um zu hören, ob es den richtigen Klang hat. Die Frage ist, ob sein Detailwissen auch die "Abschalteinrichtung" umfasst, die einen so großen Einfluss auf die Testergebnisse hatte."

Abgasskandal bei VW: Fragen und Antworten

Worum geht's beim Abgasskandal?

Mitte September 2015 erhebt die US-Umweltbehörde EPA schwere Vorwürfe gegen Volkswagen. Zunächst heißt es, VW habe beim Motor EA 189 (1.2, 1.6 und 2.0 TDI) eine Software eingesetzt, die den Ausstoß schädlicher Abgase auf dem Prüfstand drosselt, im Normalbetrieb aber nicht. VW gibt das zu.

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"Neue Zürcher Zeitung" (Schweiz):
"Der (...) Skandal ist desaströs für die Marke Volkswagen sowie vermutlich auch Audi und beschädigt die gesamte deutsche und internationale Automobilindustrie." • "La Repubblica" (Italien): "Die Deutschen wissen sehr gut, um was es geht, da es ja in ihrer Sprache einen Terminus gibt, Schadenfreude, fast unübersetzbar in andere Sprachen, der das ausdrückt, was sich jetzt angesichts des Volkswagen-Skandals abspielt: Die 'boshafte Freude', die das Missgeschick und das Unglück des anderen genießt. (...) Deutschland, das in den vergangenen Monaten zum großen Ankläger wurde, hat sich am selben Tag auf der Anklagebank wiedergefunden, an dem Tsipras, der 'große Angeklagte', sie, wie es scheint, vielleicht verlassen hat. (...) Der in Amerika entdeckte große Betrug, die Schadstoffdaten der Dieselautos von Volkswagen zu fälschen, ist ein Schlag ins Herz des 'deutschen Modells'."

Analystenstimmen:

Commerzbank: "Wenn man glaubt, es kann nicht schlimmer werden ..." Deutsche Bank: "Es ist ein Albtraum für jeden Investor." JP Morgan: "Weitet sich der Rückruf aus, lautet unser Worst-Case-Szenario für VW bis zu 40 Milliarden Euro Kosten." Französisches Analysehaus Natixis: "Ein Gigant im Sturm (...) Der Skandal macht dem VW-Konzern und der weltweiten Autoindustrie Angst."

Stichworte:

Abgasskandal Diesel

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