VW space up! blue

VW space up! blue VW space up! blue

VW space up! blue

— 14.11.2007

Electrica Samba

space up!, die Dritte: VW präsentiert binnen weniger Monate das nächste Mitglied der New Small Family. Der "up! blue" setzt auf Elektroantrieb und Brennstoffzelle für eine saubere Zukunft – und auf Design-Elemente des seligen Samba-Busses.

Kommt hier der neue Samba-Bus? VW behauptet: ja. Aber es braucht schon eine gehörige Portion Fantasie, um die optische Verwandtschaft der Studie space up! blue zum legendären Vorläufer auf der Los Angeles Auto Show zu erkennen. Wo im Samba-Bus einst Fenster im Dach für ungeahnte Ausblicke sorgten, sitzen jetzt Solarzellen, um den Elektromotor mit bis zu 150 Watt Strom zu versorgen. Überhaupt ist der space up! blue ein echter Technologie-Träger: Zwölf Lithium-Ionen-Batterien befeuern einen 61 PS starken Elektromotor im Heck, der den Saubermann bis zu 120 km/h schnell fahren lässt und in 13,7 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt. 100 Kilometer Reichweite sind laut VW so möglich. Ist der Akku leer, lässt sich der space up! blue einfach an der Steckdose wieder aufladen. Doch damit nicht genug: Als erstes Fahrzeug überhaupt hat der Wolfsburger eine Hochtemperatur-Brennstoffzelle an Bord, die mit 3,3 Kilo Wasserstoff weitere 250 Kilometer weit kommen soll. Der Sauber-Bus würde also insgesamt 350 Kilometer Reichweite ohne ein Gramm CO2-Ausstoß fahren. Das kleine Kraftwerk sitzt im Vorderwagen. Ob die Wolfsburger das heiße Tänzchen wagen, ist allerdings zweifelhaft, noch gilt die Brennstoffzelle als reiner Versuchsballon. Ein geplantes Forschungszentrum in Deutschand soll neue Erkenntnisse liefern. Bis zu 100 PS Leistung sind laut VW mit der Brennstoffzelle möglich. Vorerst wird eine neue Generation von Verbrennungsmotoren zum Einsatz kommen, die aus maximal einem Liter Hubraum dank Turboaufladung bis zu 100 PS holen.

Flexibel auch mit neuen Antrieben

Tanze Samba mit mir? Die optische Verwandtschaft zum legendären Vorläufer ist gering.

Optische und technische Basis für den space up! blue ist der jüngst in Tokio gezeigte Micro-Van space up!. Das flexible Raumkonzept wurde auch für das Öko-Mobil übernommen: Auf 3,68 Metern Länge hat es Platz für vier Personen, gegenläufig angeschlagene Türen ohne störende B-Säule machen den Einstieg zum Kinderspiel. Die Hecktür ist zweigeteilt. Je nach Bestuhlung schluckt das Fahrzeug – trotz der Batterien – 220 bis 1005 Liter Gepäck. Die hinteren Plätze kann man dank integrierter Schalen und drehbarer Sitzflächen einfach in Kindersitze umwandeln, den Beifahrersitz um 180 Grad drehen. Das Gewicht steigt allerdings wegen der alternativen Antriebe auf 1090 Kilogramm. Die Bedienung im hell gestalteten Innenraum soll wie bei den zuvor gezeigten Brüdern intuitiv von der Hand gehen, für die nötigen Informationen sorgen zwei Monitore, deren Touchscreen-Displays bereits auf Annährung reagieren.

Fazit: Auch wenn der space up! blue nicht wirklich an den Samba-Bus erinnert, so erlaubt die saubere Antriebstechnik doch einen Ausblick in die fernere Zukunft. Ferner, denn die Hochtemperatur-Brennstoffzelle steckt noch in den Kinderschuhen. Die Kombination von Lithium-Ionen-Akkus mit sparsamen und kleinen Verbrennungsmotoren hingegen ist durchaus realistisch.



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