VW und Suzuki

VW steigt bei Suzuki ein

— 09.12.2009

VW kauft 20 Prozent von Suzuki

Volkswagen beteiligt sich mit 19,9 Prozent an Suzuki. Der japanische Autobauer will die Hälfte des erhaltenen Kaufpreises in VW-Aktien investieren. Beide Unternehmen sollen eigenständig bleiben.

(dpa/bp) Volkswagen steigt beim japanischen Autobauer Suzuki ein. Die beiden Unternehmen vereinbarten am 9. Dezember 2009 eine langfristige strategische Partnerschaft. Der größte europäische Autokonzern werde 19,9 Prozent an Suzuki erwerben, teilte VW mit. Im Gegenzug wolle der japanische Konzern bis zur Hälfte des erhaltenen Kaufpreises in Volkswagen-Aktien investieren. Beide Unternehmen sollen im Rahmen der Partnerschaft eigenständig bleiben. Suzuki baut vor allem Kleinwagen (Alto, Splash und Swift), kleinere Geländewagen (Jimny, SX4 und Grand Vitara ) und Motorräder. Das japanische Unternehmen sichert sich mit der Partnerschaft den Zugriff auf VW-Technologien, der deutsche Konzern verschafft sich eine bessere Position in den asiatischen Automärkten, vor allem in Indien und Südostasien.

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VW selbst sprach von Synergien bei der Entwicklung und Produktion umweltfreundlicherer Kleinwagen. Bereits zur IAA 2009 im September hatte es massive Spekulationen über einen baldigen VW-Einstieg bei Suzuki gegeben. Damals hatte der einflussreiche VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch die Gerüchte mit seiner Bemerkung genährt, zwölf Konzernmarken seien besser als zehn. VW hat sich das Ziel gesetzt, den weltgrößten Autobauer Toyota zu überholen. Entscheidend dafür ist unter anderem eine starke Stellung auf dem schnell wachsenden chinesischen Markt. Zudem hat sich in der weltweiten Krise der Autobranche der Trend zu Fusionen und Partnerschaften noch verstärkt. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass der französische Konzern PSA die Macht beim japanischen Autobauer Mitsubishi übernehmen will. Das wäre bereits die zweite französisch-japanische Autoallianz nach Renault-Nissan.     Das Geschäft zwischen VW und Suzuki bedarf noch der Zustimmung der zuständigen Behörden. Es soll im Januar 2010 abgeschlossen werden, kündigte Volkswagen an.

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