VW-Studie I.D. (NUVe): Vorstellung

VW-Studie I.D. (NUVe): Vorstellung

— 10.11.2016

Autonomer Elektro-VW

VW will ein Elektroauto auf den Markt bringen, das mit einer Ladung bis zu 600 Kilometer schaffen soll. Die Studie I.D. gibt einen Vorgeschmack. Alle Infos!

Nach dem Dieselskandal will VW in ein neues Zeitalter starten. Weg von den klassischen Verbrennern, hin zur Elektromobilität – zumindest in den Ländern, in denen Infrastruktur und Markt es erlauben. Erster Vorbote: die Studie I.D., intern NUVe ("New Urban Vehicle Electric", neues elektrisches Stadtfahrzeug) genannt.
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Video: VW I.D.-Studie (2016)

E-VW zielt auf BMW i3

Der VW I.D. baut als erstes Fahrzeug von Volkswagen auf dem Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) auf – und soll damit den Startpunkt für eine Reihe neuer Elektromodelle markieren. Mit 4,10 Metern Länge ist die Studie 15 Zentimeter kürzer als ein Golf, der Radstand liegt mit 2,75 Metern fast auf dem Level des Passat (2,79 m). Angetrieben wird der I.D. von einem 170 PS starken Elektromotor an der Hinterachse, der das Auto in acht Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen und zwischen 400 und 600 Kilometer Reichweite bringen soll. Die Höchtgeschwindigkeit gibt VW mit 160 km/h an.

E-Auto und Golf laufen parallel

Mit diesen Eckdaten schließt VW zur Konkurrenz auf – und auch wenn der I.D. nicht ganz mit einem Tesla mithalten kann, so könnte er ihn zumindest beim Preis unterbieten: VW setzt für das kommende Serienmodell ungefähr den Tarif eines gut ausgestatteten Golf mit ähnlicher Motorisierung an, also ungefähr 30.000 Euro. Übrigens: Der kommende Golf VIII und das Elektroauto sollen parallel laufen, der Marktstart ist für 2020 angesetzt. Bis 2025 will VW jährlich eine Million Elektroautos verkaufen.

Das Design: Organische Formen, viel LED

Für die Elektromodelle hat VW eine neue Designsprache entwickelt. Kurze Überhänge, eine markante C-Säule und eine schwungvolle Fensterlinie mit großen Glasflächen lassen das Concept luftig wirken. Die Front kommt ohne Kühlergrill aus, statt Scheinwerfern gibt es zwei LED-Elemente mit einer C-förmigen Lichtsignatur. Je nach Fahrmodus kommuniziert das Auto mit seinem Umfeld und zeigt dabei seinen aktuellen Zustand an. Im Profil verzichtet der I.D. sowohl auf Außenspiegel (werden durch Kameras ersetzt) sowie eine B-Säule (die hinteren Türen ähneln Schiebetüren). Die Heckklappe ist dunkel abgesetzt, die Rückleuchten sind betont schmal gestaltet.

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Der Innenraum: Platz und viele Displays

Im luftigen Innenraum gibt es vier Einzelsitze. Per Druck aufs Lenkrad-Logo schaltet der I.D. auf autonom.

Drinnen gibt es vier Einzelsitze, die Studie setzt auf Platz und Luft. Die hinteren Sitze lassen sich im Boden versenken, dann sind 900 Liter Kofferraumvolumen möglich. Eine Box lässt sich zwischen den Sitzen auf Schienen verschieben, sie dient unter anderem als Armlehne (ähnlich wie im Opel Zafira). Durch die im Boden liegenden Akkus liegt nicht nur der Schwerpunkt sehr tief, auch das Innenraumdesign verändert sich: Abgesehen vom Warnblinkknopf im Inennspiegel-Display gibt es keine haptischen Schalter. Auch vom zentralen Monitor hat sich VW in der Studie verabschiedet, stattdessen sind in allen Türen Bildschirme eingebaut. Der Fahrer hat ein eigenes Display vor sich, zusätzlich projiziert ein Augmented-Reality-fähiges Head-up-Display Navi-Hinweise auf die Straße. Das Lenkrad ist nicht mehr rund, sondern hat in der Studie sechs abgerundete Kanten. Mit berührungsempfindlichen Schaltern lassen sich neben den Fahrmodi und dem Blinker auch weitere Funktionen steuern – auch Gesten- und Sprachsteuerung sollen möglich sein. Eine weitere Rolle spielt das Volant beim autonomen Fahren.

Ab 2025: Autonomes Fahren bei VW

Langer Radstand, kurze Überhänge: Die I.D.-Studie bietet Platz für vier Passagiere.

Ab 2025 will Volkswagen das autonome Fahren in den Stromer bringen. Per Druck auf das Firmenlogo auf dem Lenkrad soll der autonome Modus nach den Vorstellungen der Designer dann aktiviert werden. Es zieht sich ins Cockpit zurück, die Lichtstimmung verändert sich, die Displays zeigen andere Inhalte an. Die Laserscanner werden aktiviert, vier davon sollen aus dem Dach fahren. Dieser Ansatz dürfte sich bei der Serienreife hoffentlich noch ändern. Ist das Fahrzeug automatisch unterwegs, dann zeigt es seinen Betriebsmodus über die außen angebrachte LED-Signatur an. Tritt der Fahrer aufs Gas- oder Bremspedal, wird der Modus wieder abgeschaltet. Daneben sollen VW-Modelle bis 2025 auch in der Lage sein, vollautomatisch in ein Parkhaus hinein- und auch wieder herauszufahren.

Hybrid- und Elektro-Neuheiten bis 2022

Jaguar i-Pace Lucid Motors Atvus VW CUVe Illustration

Die Basis: Eine nutzerbasierte VW-ID

VW will seine Fahrer vernetzen: Jeder Fahrer eines VW bekommt eine eigene ID mit Profil, in dem Sitz- und Klimaeinstellungen, Lieblingssender im Radio, die Konfiguration des Infotainments und Kontakte gespeichert werden. Mit diesem digitalen Schlüssel stellt sich das Auto auf die legitimierten Fahrer ein. Auch als Postkasten sollen die Autos dienen: Der Paketzusteller bekommt kurzzeitig Zugang zum Kofferraum, der Empfänger wird benachrichtigt. Audi hat das bereits getestet.

VW-Studie I.D. (NUVe): Vorstellung

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