VW T-Prime Concept GTE 2016 (Touareg 2017) im Test: Sitzprobe

VW T-Prime Concept GTE 2016 (Peking): Sitzprobe

— 25.04.2016

Einblick in den neuen Touareg

Der VW T-Prime Concept gibt einen konkreten Ausblick auf den Touareg III, der 2017 mit einem ganz neuen Cockpit-Konzept kommt.

Hui, das geht ja fix! Anfang 2016 zeigte VW mit dem Budd-e ein neues Cockpit-Konzept. Da sah alles noch nach ferner Zukunft aus. Nun gibt der T-Prime Concept GTE in Peking nicht nur einen konkreten Ausblick auf den Touareg III, sondern auch auf die Serienversion dieses Cockpits. Bereits 2017 soll es im neuen Oberklasse-SUV zum Einsatz kommen.
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Coole Touareg-Studie

Alle Anzeige- und Bedienelemente sind digital. Das Konzept kommt komplett ohne konventionelle Schalter aus. Einzige Ausnahme ist der Lenkstockhebel. Alle anderen, weiß hinterleuchteten Elemente lassen sich durch Berührungen, Wischbewegungen und Streichen bedienen. Die Gestensteuerung soll ebenso Bestandteil sein wie die Bedienung durch Annäherungssensorik und Sprachbefehle. VW nennt die Display-Landschaft mit der modernen Technik "Curved Interaction Area". Sie besteht aus dem Active Info Display, einem digitalen Kombiinstrument, und dem gebogenen ("curved") Touchscreen des Infotainmentsystems.

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Virtual Cockpit 2.0

Über die komplette Breite der Frontpartie verläuft der Chromkühlergrill mit integrierten LED-Scheinwerfern.

Der Fahrer im kommenden Touareg wird auf zwei große Bildschirme blicken, die beide hinter einer durchgängigen Glasfläche stecken – der optionale Riesenbildschirm in der Mercedes E-Klasse lässt grüßen. Allerdings geht VW bei der Gestaltung einen Schritt weiter und biegt das Display in der Mittelkonsole zum Fahrer hin. Hinter dem Lenkrad zeigt der zwölf Zoll große Bildschirm Hybrid-Powermeter und Tacho. Dazwischen können Apps beispielsweise 3D-Karten einspielen. Dann rücken die beiden digitalen Rundinstrumente an den Rand, ähnlich wie beim aktuellen Virtual Cockpit. Beim 15 Zoll großen Infotainmentbildschirm können drei Themenkacheln frei angeordnet werden. Das Hauptfeld und die zwei kleineren Kacheln stellen die Mediathek, Wetterdaten, Sprachnachrichten oder Navigationshinweise dar. Dort lassen sich auch Themenfelder für das Kombiinstrument erstellen und dann rüberwischen (swipen). Audi zeigte ganz ähnliche Funktionen auf der CES mit dem Cockpit des nächsten A8, der wie der Touareg 2017 auf den Markt kommt.

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Funktionen vorerst nur für das Top-Segment

Wie das iPhone hat auch der zentrale Bildschirm im T-Prime Concept einen Home-Button, der aus jedem Menü in die oberste Ebene zurückführt. Links und rechts neben dem Button befinden sich die Steuerungsfelder für die Klimatisierung sowie die Sitzheizung und -Lüftung. Zukünftig werden die beiden Bildschirme vorerst nur dem VW-Topsegment vorbehalten sein, wozu Touareg und der nächste Phaeton gehören. Ob sie nach dem Top-Down-Prinzip irgendwann auch für Golf und Co zu haben sind, ist schwer zu sagen. Der Golf erhält mit dem Facelift Ende 2016 das Cockpit aus der E-Touch Studie mit zwei Einzelbildschirmen. Der Doppelbildschirm dürfte da höchstens mit der nächsten Generation Einzug erhalten.

Feedback vom Lenkrad

Die Heckklappe reicht bis weit in den Stoßfänger hinein und sorgt so für eine niedrige Ladekante.

Neben den Bildschirmen gibt es weitere Neuerungen im Cockpit des T-Prime Concept GTE. Das Achtgang-Automatikgetriebe wird über eine in Chrom eingefasste Glaswalze mit Sensoren bedient. Darüber und darunter sind als berührungsempfindliche Flächen die Bedienelemente für die Warnblinkanlage, die Auto-Hold-Funktion, das Starten und Abstellen des Motors (Keyless Go) und die elektrische Parkbremse angeordnet. Ebenfalls schalterlos ist das Multifunktionslenkrad. Die glatte Oberfläche der Multifunktionsbereiche soll mit haptischen Feedbacks arbeiten. Allerdings ist die Studie im Messebetrieb im Demo-Modus – das Ertasten war nicht möglich. Theoretisch funktioniert es so: Per Fingerdruck oder Wischgeste werden die einzelnen Funktionen aktiviert. Sobald die Aktivierung läuft, soll es nochmals ein stärkeres haptisches Feedback geben. Wieder kommt einem die neue E-Klasse in den Sinn. Damit auch im platzreichen Fond gewischt und geguckt werden kann, befinden sich 10,1 Zoll große Tablets an den Kopfstützen und eine 9,6 Zoll große Displayfläche zwischen den Sitzen, worüber Klimafunktionen und die Sitzeinstellungen gesteuert werden.

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Wenigstens etwas Messe-Quatsch

Das Innenraumkonzept des VW T-Prime Concept GTE bezeichnet VW als Lounge, man kann es aber auch platt als Show-Element für die Studie bezeichnen. Für die Premiere in Peking wurde das Interieur auf die fünf Elemente abgestimmt. So gibt es für das Element "Metall" Teile aus Aluminium wie die Einfassungen und die Türöffner. Die petrolblaue Außenlackierung und das blaue Leder an der Dashboard-Oberseite, den Türbrüstungen und am Lenkradkranz symbolisiert das "Wasser". "Holz" kommt offensichtlich mit entsprechenden Applikationen ins Spiel. Für das "Feuer" steht das braune Leder der Sitze. Warum gerade hellgraues Leder und Alcantara für "Erde" stehen sollen, bleibt schleierhaft – es muss ja auch nicht alles am T-Prime auf den kommenden Touareg verweisen.

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