VW T4 Multivan Syncro 2.5 TDI Seikel-Umbau

VW T4 Multivan Syncro 2.5 TDI Seikel-Umbau VW T4 Multivan Syncro 2.5 TDI Seikel-Umbau

VW T4 Multivan Syncro 2.5 TDI Seikel-Umbau

— 22.08.2002

Der VW-Bus fürs Grobe

Für manche VW-Fans ist der Touareg kein Thema. Sie brauchen einen geländegängigen Bus, zum Wohnen oder Arbeiten. Wir fuhren ein besonders offroad-taugliches Exemplar von Tuner Seikel.

Ein ernsthafter Geländewagen

Der erste Blick auf den Testwagen mit seinen schicken, verchromten Alufelgen täuscht: Dieser T4 Multivan Syncro der Tuning- und Motorsport-Schmiede Seikel ist kein hübsch gemachter Lifestyle-Transporter, sondern ein ernsthafter Geländewagen. Mit 25 Zentimeter Bodenfreiheit an der tiefsten Stelle, das ist unter dem Getriebe. Mit einer höher gelegten Karosserie. Mit belastbaren Gasdruck-Stoßdämpfern von Bilstein. Mit einer um sechs Prozent verkürzten Gesamtübersetzung. Mit Rädern im Geländewagenformat 235/70 R 16. Die sind beim Testwagen mit Straßenreifen bestückt. Aber es passen, neben acht weiteren Kombinationen, auch MT-Reifen der Größe 215/75 R 15 oder 30 x 9,5 R 15 in die vergrößerten Radausschnitte.

Auf der Straße versteht der Seikel-Bus zu überraschen. Die fahrwerkseitigen Umbauten verändern das Fahrverhalten des T4 gegenüber einem Serienauto kaum. Trotz der Höherlegung registrierten wir keine Überempfindlichkeit auf Seitenwind oder gefährliche Wankbewegungen in schnellen Kurven – die Abstimmung passt. Nur die breiten Räder suchen und finden die eine oder andere Spurrille, zerren ein wenig am Lenkrad.

Abseits der Straße kann der Seikel-T4 mit vielen echten Geländewagen mithalten. Trotz fehlender Untersetzung. Die kompensiert Seikel mit einer um sechs Prozent kürzeren Gesamtübersetzung (6;08:1). So wird der erste Gang zum echten Geländegang, langsames Kriechen über Hindernisse ist jetzt möglich. Nachteil: Auf der Autobahn dreht der Motor im fünften Gang schnell bis in den roten Bereich. Aber da kann der Tuner helfen. Er baut auf Wunsch einen länger übersetzten fünften Gang ein, wonach das Drehzahlniveau wieder der Serie entspricht.

Bedenkenlos auf grobem Terrain

Praktisch für den härteren Geländeeinsatz sind die zwei Unterfahrschutze, von denen der eine Motor und Getriebe, der andere den gesamten Unterboden zwischen den Achsen abdeckt. In dieser Ausbaustufe kann man auf grobem Terrain bedenkenlos zur Sache gehen, weiß man Auspuff, Tank, Antrieb und Getriebe doch sicher verpackt.

Und schnell wird klar: Die Durchzugskraft des Fünfzylinder-TDI macht in Zusammenarbeit mit dem kurzen ersten Gang und einer Bodenfreiheit von 25 Zentimeter unter dem Getriebe und 45 Zentimeter unter der Hinterachse diesen Multivan in jeder Art von Gelände besser und brauchbarer als seinen Vorgänger T3 Syncro 16-Zoll, dem viele VW-Fans so nachtrauern. Brutale Bodenwellen, große Steine und Hügelkuppen verlieren ihren Schrecken. Steilpassagen und Böschungen meistert der Syncro ohne zerstörerischen Bodenkontakt. Immerhin liegen beide Böschungswinkel über 30 Grad.

Einzig der mittlere Alu-Unterfahrschutz lässt immer wieder von sich hören, wenn er geräuschvoll die eine oder andere Kuppe glatt bügelt. Eng wird es bei der Verschränkung. Sie lässt nach wie vor zu wünschen übrig. Doch die ab Werk lieferbare 100-Prozent-Hinterachssperre hilft fast immer. Und bei Seikel gibt es auf Wunsch eine vordere 35-Prozent-Lamellensperre zusätzlich. Ist aber alles, wie VW-üblich, nicht ganz billig. Für das volle Umbaupaket, muss man 17.000 Euro hinblättern!

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