VW T5 Multivan: Kaufberatung

— 22.03.2012

Bemannte Raumfahrt

Vans mit sieben Sitzen sind keine Seltenheit, waschechte Siebensitzer dagegen schon. Der VW T5 Multivan gehört zu ebenjener Gattung, die Großfamilie plus Hausrat souverän schultern kann.



Es war nur ein kurzer Moment der Unachtsamkeit; ein falscher Handgriff in gebeugter Haltung. Aber er reichte aus, um den Rücken nachhaltig zu verstimmen. Drei Tage lang musste sich der Autor dieser Zeilen daraufhin mit stechenden Rückenschmerzen ins Büro kämpfen – und dabei wollte er doch eigentlich nur eine Kaufberatung zum VW T5 produzieren. Doch letztlich läuft es irgendwie immer auf das Gleiche hinaus, wenn man sich mit diesem Schweizer Taschenmesser im Großformat beschäftigt. Seine Variabilität ist nahezu unendlich, sein Fassungsvermögen schlicht gigantisch. Das Problem dabei: Wer sein volles Potenzial abrufen will, der muss selbst erst einmal ran. Sitze stemmen und Bänke drücken.
Kaufberatung: Sparsame Siebensitzer

Überblick: News und Tests zum VW T5

Der T5 ist in so vielen Ausführungen erhältlich, dass die Entscheidung schwer fallen kann.

Das klingt verdächtig nach Fitnessstudio – blöd nur, wenn man selbiges im Vorfeld nicht allzu häufig aufgesucht hat ... Der physischen Pein ist damit allerdings noch kein Ende gesetzt. Denn richtig anspruchsvoll wird ein T5 erst dann, wenn man versucht, ihn auf die eigenen Bedürfnisse zuzuschneiden. Die Grenze zwischen Baustellen-Transporter und Familien-Shuttle ist fließend, die Artenvielfalt kaum überschaubar. Vom Kasten-Kombi mit grellrotem Sanitär-Logo bis zum Edelschlitten mit Bentley-Sitzen ist alles möglich. Hilti oder Hilton? Alles eine Frage der richtigen Konditionierung.

Gebrauchte Vans: Familientransporter aus zweiter Hand

Wer die komplette Bandbreite mit all ihren Feinheiten aufschlüsseln will, sollte chronischer Migräne gegenüber aufgeschlossen sein – und einen passenden Verleger für sein erstes 200-Seiten-Werk bereits gefunden haben. Beschränkt man sich hingegen auf das Pkw-Sortiment, wird die Sache wieder etwas überschaubarer. Der Raumökonom für Großfamilien heißt Multivan, bietet zwei Radstände, fünf Ausstattungslinien, sieben Motoren und mehr Vielseitigkeit als Polo, Golf und Passat zusammen. Seine Form ist so simpel wie eingängig, sein Erscheinungsbild seit nunmehr acht Jahren wohl vertraut. Selbst beim ersten Facelift (Oktober 2009) fiel kaum mehr an als eine kleine Nasenkorrektur.

Keine falsche Eitelkeit

Irgendwie aber auch verständlich. Wo sollte sich dieser Kasten mit vier Ecken und einer Schräge schließlich auch neu erfinden? Der T5 ist kantig, war kantig und wird wohl auch immer kantig bleiben. Schließlich fußt sein gesamtes Raumkonzept auf eben dieser Urform. 4525 Liter Ladevolumen bei einer Verkehrsfläche, die der eines Ford Mondeo entspricht – das funktioniert nur, wenn man sich nicht in Eitelkeiten verliert. Noch effizienter treibt es eigentlich nur einer: der T5 mit langem Radstand. Er streckt sich nochmals dreißig Zentimeter in die Länge, schraubt seinen Radstand auf glatte drei-vierzig und bietet mit 5683 Litern kaum weniger Platz als ein waschechter Transporter.

Viele Optionen, viele Aufpreise

Extremer T5 mit Allrad, 30-mm-Höherlegung und Differenzialsperre an der Hinterachse: der VW T5 Rockton.

Eine verlockende Versuchung also, hätte VW das Raumkonzept nicht derart eng mit der Preisliste vernäht. Soll heißen: Im Grunde reißt alles, was nützlich, praktisch oder begehrenswert ist, ein großes Loch in die Haushaltskasse. Am unteren Ende der Palette rangiert der Multivan Startline – ein serienmäßiger Fünfsitzer mit solider Einrichtung, einer Schiebetür und der stets präsenten Dreier-Rückbank, die dank des ebenfalls serienmäßigen Schienensystems im Boden auf rund 2,5 Metern verschoben werden kann. Oben in der Bildergalerie finden Sie die wichtigsten Informationen zu Karosserievarianten, Motorisierungen und Ausstattung – sowie unsere konkreten Kaufempfehlungen. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen gibt es in AUTO TEST 3/2012 oder als Download im Heftarchiv.
Autor:

M. Iglisch

Fazit

Unser Favorit: 2.0 TDI Startline (103 kW) • Listenpreis: ab 35.242 Euro • Das Universalgenie von VW Nutzfahrzeuge ist facettenreicher, als manch einer ihm zutraut. Sein Raumkonzept ist faszinierend, seine kinderleichte Handhabung beeindruckend, sein Preis aber nach wie vor ein großer Dämpfer. Daher: Startline wählen und gezielt aufstocken – dann sollte auch der 140 PS starke TDI noch im Budget sein.



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