VW Taigun Concept: Vorstellung

VW Taigun Concept: Fahrbericht

— 12.07.2013

Der Up fürs Grobe

VW baut den Up zum Baby-Tiguan um. Bevor der Taigun Ende 2015/Anfang 2016 in Serie geht, sind wir die Studie bereits gefahren.

Ein Jahr nach der Messepremiere auf der Motorshow in Sao Paulo steht der VW Taigun Concept für eine erste Ausfahrt bereit. Die schillernd blau lackierte Studie basiert auf dem Up, misst 3,86 Meter und ist damit einen halben Meter kürzer als der Tiguan. Das Design des Einzelstücks ist ausgreift und verzichtet auf die üblichen Spielereien, mit denen Studien sich für die Messebühne schmücken. Selbst die zweigeteilte Heckklappe wird sich nur im Detail ändern, weil sie in Südamerika das Ersatzrad gerne außen anschlagen.

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Video: VW Taigun Concept

So fährt der Baby-Tiguan

Auch innen bewahrt der Taigun reichlich Bodenhaftung und schenkt sich große Showeffekte. Farblich passende Trinkflaschen liegen in der Mittelkonsole, eine handbreit darüber ist die Infotainmentzentrale mit Navi. In Kontrastfarben lackiert und mit viel glatten Oberflächen verziert, sieht das für einen Kleinwagen angenehm wertig aus. Für den Einsatz abseits des Asphalts musste VW die Plattform strecken: Fünf Zentimeter mehr Radstand als der Up soll das Schrumpf-SUV bekommen, damit er tatsächlich als Fünfsitzer taugt. Aber anders als im Up ist der Rücksitz im Taigun keine Strafbank. Knie- und Kopffreiheit reichen zur Not auch für zwei Erwachsene, die allerdings mit einem kurzen Sitzkissen und einer flachen Lehne leben müssen.

VW bringt den Baby-Tiguan

Die 110 Turbo-PS haben mit den knapp 1000 Kilo schweren VW Taigun leichtes Spiel.

Wie im Up gibt es den quer montierten Dreizylinder mit einem Liter Hubraum, der als Sauger 60- oder 75 PS leistet. In der Studie ist bereits der Turbo verbaut, der auch für die Serie vorgesehen ist. Der Motor, der demnächst seinen Einstand im Up-GT gibt, mobilisiert muntere 110 PS und hat bei 175 Nm mit dem knapp 1000 Kilo schweren Kraxler leichtes Spiel: 9,2 Sekunden von 0 auf 100 und maximal 186 km/h könnte er schaffen, haben die Entwickler ausgerechnet. Mit 4,7 Litern Verbrauch will der Taigun beweisen, dass man ein SUV auch ohne schlechtes Gewissen fahren kann. Zumal es auch noch deutlich sparsamer geht: Der geplante Diesel dürfte eine drei vor dem Komma haben. Über eine Ethanol-Variante für Brasilien und eine Erdgasversion für Europa sowie Allradantrieb wird nachgedacht.

Der Taigun soll unter 16.000 Euro kosten

Beim Preis gelten unter 16.000 Euro als Zielvorgabe für das Einstiegsmodell, das damit fast 10.000 Euro günstiger wäre als der aktuelle Tiguan. Und der Unterschied dürfte sogar noch größer werden, wenn der Tiguan binnen 18 Monaten in die zweite Generation geht. Allerdings fehlt dem Taigun zum endgültigen Marktstart Ende 2015/Anfang 2016 noch etwas ganz entscheidendes: das Grüne Licht des VW-Vorstands.
Autor:

Thomas Geiger

Fazit

Wenn das Daumendrücken hilft und die Wolfsburger Zahlendreher das Projekt tatsächlich durchwinken, ist das gleich doppelt bemerkenswert. Nicht nur weil der Taigun ein wirklich pfiffiges Auto ist. Sondern weil VW dann einen Trend setzen könnte. Denn egal ob Touran, Touareg oder Tiguan – bislang haben die Niedersachen das Feld immer von hinten aufgerollt und anderen Marken den Vortritt gelassen. Doch der Taigun wäre tatsächlich der erste seiner Art und könnte aktuellen Modellen wie dem Peugeot 2008, dem Renault Captur oder dem Opel Mokka von unten das Wasser abgraben.

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