VW Tiguan: Vorschau

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VW Tiguan: Vorschau

— 10.01.2011

So kommt der neue VW Tiguan

Das Facelift im Frühjahr 2011 wird behutsam, aber Mitte 2015 krempelt VW sein kompaktes SUV Tiguan ganz um – mit neuem Fahrwerk und Allrad, sparsamen Motoren und Hybrid-Technik.

Gab es das mal, VW-Verkaufsräume ohne den Tiguan? Ohne den bei uns beliebtesten SUV, der sich in nur drei Jahren zum Bestseller und zum Maßstab seiner Klasse gemausert hat? Kaum vorstellbar. Entsprechend vorsichtig geht VW die Weiterentwicklung des Modells an, das – ganz nach Golf-Manier – eher mit zarten Strichen als mit dem dicken Pinsel modernisiert wird. Ab März 2011 bekommt der aktuelle Tiguan ein dezentes Facelift im Stil des Passat, mit mehr Chrom, neuen Assistenzsystemen und effizienteren Motoren. Die Benziner leisten 160 bis 210 PS, die erweiterte BlueMotion-Technik soll 0,5 bis 1,0 Liter sparen. Zudem läuft in China ein Tiguan XL mit verlängertem Radstand und einer opulenteren Innenausstattung vom Band, denn Fernostkunden lieben halt Leder und Luxus.

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Der Tiguan soll ab 2015 zum Weltauto werden, er basiert auf dem Golf VII.

Der große Schnitt aber folgt erst 2015, wenn der Tiguan zum Weltauto wird. Mit großen Zielen und großen Erwartungen. Der Nachfolger muss mit allen Errungenschaften des nächsten Golf auftrumpfen. Die Basistechnik teilt sich der Crossover mit dem Golf VII, der schon 2013 in Serie geht. Während der Golf deutlich breiter, länger und flacher wird, erwarten Insider vom Tiguan II ein sportlicheres Erscheinungsbild, mehr Variabilität im Innenraum und ein eigenständiges Cockpit. Ob es in Zukunft wieder zwei verschiedene Frontpartien geben wird, ist noch offen. Die Offroad-Schnauze mit dem größeren Böschungswinkel gewinnt zwar keinen Schönheitspreis, hat aber auf manchen Märkten treue Liebhaber. Denkbar wäre eine deutlichere Trennung zwischen Onroad-Modell und Cross-Variante. Für das Straßenauto könnte VW das dynamische R-Paket vorhalten, der Cross ließe sich mit speziellen 4x4-Extras weiter individualisieren.

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Leider nicht für den deutschen Markt: In China gibt es den Tiguan in XL-Version.

Für die kleinen Motorisierungen kostet der 4Motion-Allradantrieb wie gehabt Aufpreis. Es bleibt zwar beim Haldex-Prinzip, doch Gewicht, Reibung und Bauraum sollen weiter sinken. Klare Fortschritte sind auch bei den Motoren zu erwarten. Schließlich kommen im Tiguan II bereits die neuen Diesel (Baureihe 211) und Benziner (Baureihe 288) zum Einsatz, die bis zu 25 Kilo leichter und bis zu 20 Prozent sparsamer sind. Die Daten im Detail: • 1.4 TSI, 140 PS/250 Nm • 2.0 TFSI, 180 PS/320 Nm • 2.0 TFSI, 220 PS/350 Nm • 2.0 TDI, 140 PS/320 Nm • 2.0 TDI, 177 PS/400 Nm Seine Technik spendet der Tiguan auch dem Audi Q3, der bereits Ende 2011 erscheint. Sollte der Bruder aus Ingolstadt einschlagen wie geplant, könnte als Top-Diesel der lang ersehnte Biturbo-TDI mit 204 PS Realität werden.

Den kleinsten Benziner gibt es auch künftig nur mit Frontantrieb, den stärksten Diesel und den 220-PS-TFSI nur als 4Motion mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DQ 500). Sämtliche Varianten erfüllen die EU-6-plus-Abgasnorm. Als besonders umweltfreundliches Angebot plant VW einen Tiguan-Plug-in-Hybriden, dessen rund 50 PS starker E-Motor-Baustein rein elektrisches Fahren zumindest auf kurzen Strecken zulässt. Das Bedienkonzept des neuen Tiguan wird sich wenig vom Golf VII unterscheiden. Während Audi, BMW und Mercedes ab 2014 die Ergonomie stark vereinfachen werden, will VW auch aus Kostengründen am Viel- Knopf-System festhalten. Dazu kommen neue Assistenzfunktionen, vielschichtigeres Infotainment und die Eingabe über Tasten, Sprachbefehl und Lenkrad. Ein Krieg der Knöpfe, die braven Zeiten sind halt vorbei ...
Georg Kacher

Georg Kacher

Fazit

Bloß keine Experimente. VW setzt beim neuen Tiguan auf Verbesserungen im Detail, doch am Gesamtkonzept ändert sich kaum etwas. Trotzdem geht der erfolgreiche Crossover mit der Zeit, denn er wird deutlich sparsamer und umweltfreundlicher. Nur schade, dass uns auch diesmal die Langversion verwehrt bleibt.

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