Gebrauchter VW Touareg im Test

VW Touareg I: Gebrauchtwagentest

— 20.12.2016

Ein SUV zum Kleinwagenpreis

Ein Touareg für unter 10.000 Euro – das klingt verlockend. Mit welchen Macken muss man bei einem solchen Angebot rechnen? Wir haben den VW getestet und zeigen, welche SUVs es sonst noch für diesen Preis gibt.

Für den Versuch, mit dem Phaeton die Oberklasse aufzumischen, kassierte VW-Patriarch Ferdinand Piëch einst reichlich Häme. Mit dem technisch ebenso aufwendigen Touareg gelang ihm das jedoch mühelos. 500.000 von diesen Luxus-SUVs verkaufte VW bis zum Modellwechsel im April 2010. Los ging es im September 2002 mit dem 3,2-l-V6 aus dem Golf R32, im Touareg auf 220 PS gedrosselt und damit den 2,5 Tonnen Leergewicht nur knapp gewachsen. Am anderen Ende der Leistungsskala residierte ab Ende 2004 der 6.0 W12 mit 450 PS. Dazwischen ein V8 mit 310 bis 350 PS, doch unterm Strich blieben die Benziner auf dem deutschen Markt nur Randerscheinungen.
Im Überblick: Alle News und Tests zum VW Touareg

R5 ist der Motor der Vernunft

Wartungsfreundlich: Die vernünftigste Wahl beim gebrauchten Touareg I ist der R5-TDI.

Hier dieseln die meisten "T-Regs", und zwar verblüffend oft mit dem monströsen 5,0-l-V10. Der besteht im Prinzip aus zwei zusammengesetzten 2,5-l-TDI, wie sie ebenfalls im Touareg und im Bus T5 zu finden sind. In dem schweren Allradler spielt der R5 TDI (174 PS) die Rolle des Mauerblümchens, 11,5 Sekunden für null auf 100 reichen am Stammtisch heute nicht mehr aus. Außerdem dieselt sein Fünfzylindersound zu kernig, und am Anfang nervten reihenweise defekte Wasserpumpen sowie Ölverlust. Doch unterm Strich ist der R5 der Motor der Vernunft, schon weil man nur mit ihm die Chance hat, zehn Liter oder weniger zu verbrauchen.

Gebrauchtwagensuche: VW Touareg

Frühe Modelle vor April 2006 hatten zwar keinen Rußfilter, der lässt sich aber nachrüsten – Anbieter HJS verlangt rund 750 Euro für den Filter, dazu kommt der Einbau. Was aber vor allem für den R5 spricht: Er ist wartungsfreundlich. Beim ebenfalls guten V6 TDI, beim V10 sowie beim V8-Benziner muss dagegen wegen jeden Eingriffs der Motor raus, etwa zum Wechseln der Zylinderkopfdichtung. Schon stehen 17 Arbeitsstunden mehr auf der Rechnung. Sicher gibt es Leute, die solche Beträge nicht stören. Aber wer Piëchs Luxusliner für acht Mille auf dem Schotterplatz geschossen hat, wird vermutlich fluchen.

In der Bildergalerie zeigen wir, worauf man beim VW Touareg aus zweiter Hand achten sollte, und welche großen SUVs es außerdem für rund 10.000 Euro gibt.

Gebrauchter VW Touareg im Test


Autor: Hendrik Dieckmann

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