VW Touran: Dauertest
— 14.02.2013Mit dem Zweiten fährt man besser
Der erste Touran war der schlechteste aller Dauerläufer bei AUTO BILD – Note 6! Da wachte Wolfsburg endlich auf. Ausgerechnet beim runden Jubiläums-Test startet der VW den zweiten Anlauf.
Im Überblick: Alle Tests zum VW Touran
Diesmal ist es ein Highline TDI aus der zweiten Serie, mit 140 PS, Doppelkupplungsgetriebe DSG, Radio-Navi RNS 510, Dämpferverstellung DCC, dritter Sitzreihe, Spurhalte-Assi, Parklenk-Assi, in Toffeebraunmetallic und mit vielem, was Familien wünschen, aber nicht mehr bezahlen können. Jedenfalls steigen mit dem Preis von 41.026 Euro auch die Erwartungen in die Höhe. Die ersten Langstrecken zeigen schnell, dass unterm gleichen Namen ein völlig anderes Auto Wiedergutmachung betreibt. Ein moderner TDI hat den alten Nussknacker-Diesel abgelöst, das Fahrwerk kann nun federn dank DCC, nichts klappert, nichts knirscht. "Die Verarbeitung wirkt inzwischen routiniert", findet Test-Assistent Berend Sanders. Selbst Skeptiker, die den VW beim Einstieg als "emotionslose Familienschachtel" betrachteten, wurden immer mehr überzeugt, je länger die Fahrt dauerte. "Ein geräumiges, praktisches, einfach bedienbares und ausreichend vitales Familienauto", notiert Christian Steiger aus der Chefredaktion im Fahrtenbuch.
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Chic ist er nicht unbedingt, der Kasten, dafür ungemein nützlich: Man sieht bestens und genießt viel Platz in den vorderen Sitzreihen – die Notsitze ganz hinten mögen hingegen nur Kinder. Das aufrechte Sitzen hinterm Lenkrad erinnert die einen an Bulli-Gemütlichkeit, die anderen eher an den spaßbefreiten Kutschbock eines Truckers. Ungeteiltes Lob erntet der flotte Diesel (Testschnitt: 7,4 Liter/100 Kilometer), nur das Start-Stopp-System ärgert gelegentlich: Mal startet es ruckartig, dann wieder verzögert, wenn es direkt nach dem Abschalten nicht schnell genug umdenkt. Viel wichtiger ist, dass der Motor – anders als beim ersten Touran – schadenfrei durchlief. Beim oft gelobten, "klug schaltenden" DSG gab es ab 50.000 Kilometer Klagen, dass das Getriebe die Gänge verzögert einlegte und ungewohnt ruppig anfuhr, was die Vorderreifen abradierte. Nach einem Wechsel des Getriebeöls bei der 60.000-Kilometer-Wartung herrschte Ruhe.
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Überzeugen konnten im Dauertest die zusätzlichen Fahrhilfen an Bord. "Endlich mal ein Spurhalteassistent, der wirklich unterstützt", fand Stefan Mallach aus dem Fahrerteam. Auch der Fernlichtassistent, mit dem Spurhaltesystem im Paket 705 Euro teuer, funktionierte auf nächtlichen Landstraßen so, wie er soll: hellwach und immer schneller als der Fahrer, wenn's drauf ankam. Was sich vom 2055 Euro teuren Navi-System leider nicht behaupten lässt. Träge in der Eingabe, die Routenführung kaum nachvollziehbar, keine Bluetooth-Kopplung fürs Telefon – das RNS 510 passt nicht zu Preis und Anspruch des VW. Also: Hände weg. Die Wolfsburger wissen, warum der neue Golf viel modernere Geräte bekommen hat.
| Die Zuverlässigkeitswertung für den VW Touran* | |
|---|---|
| Fahrzeug nicht fahrbereit | 0 x 10 Punkte |
| Unplanmäßiger Werkstattaufenthalt | 0 x 5 Punkte |
| Defekte Funktionsteile | 0 x 3 Punkte |
| Geringfügige Defekte | 2 x 1 Punkt |
| NOTE | 1 |
| *Für jeden Defekt sammelt der Dauertest-Kandidat Punkte. Je weniger Fehlerpunkte am Ende auf dem Konto stehen, desto besser ist die Platzierung. | |
Wie bei allen AUTO BILD-Dauertests wurde auch dieser Testwagen nach Erreichen der 100.000 Kilometer demontiert und auf Verschleiß untersucht. Wie sich der Touran in der abschließenden Inspektion präsentierte, erfahren Sie oben in der Bildergalerie. Den vollständigen Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt's im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.
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Kommentare zum Artikel (19)
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Ein Test, auf den ich wirklich lange gewartet habe und der im Ergebnis anders ausfällt als meine persönlichen Erfahrungen mit dem Wagen. Mein Touran, 1,6 TDI mit 7 Gang DSG, hat in den ersten 40000 Kilometern mehr Werkstattaufenthalte gehabt als mein Alfa 156 JTD in 200.000 Km. Das DSG machte Probleme beim schalten vom 4. in den 5. Gang. Dabei drehte der Motor hoch als wenn ne Kupplung durchrutscht. Auch die rupfende Kupplung beim Anfahren macht keinen Spaß. Anfänglich war es nach einem Softwareupdate besser, jetzt beginnen die Schaltprobleme erneut. Außerdem war Rost an der Schweißnaht im Bereich Kofferraumdeckel/D-Säule. Auch die Innenspaltmaße bekommen keine 5 Sterne. Leider bekommt man trotz den Mängeln auch kein Austauschfahrzeug gestellt. Vielleicht hilft ein Eintausch beim Asiaten.
Übrigens .. die scheinen auch nur bei uns bzw. in Märkten die erobert werden müssen so tolle Autos zu bauen .. überall anders gibt es nämlich "Garantie Standard Kost" ... woran das wohl liegt ?!
Die 2 Jahre Garantie bieten aber fast alle (auch Japaner, Amerikaner, Franzosen etc.) das hat nichts mit "Vertrauen" in das Produkt zu tun. Wie man an der Kummerkasten und TÜV Übersicht sieht ist es mit der Qualität der 7 Jahre Garantie bietenden Hersteller auch nicht so weit hergeholt. Ein reiner Marketinggag .. gut für den Kunden natürlich aber es hat nichts (oder wenig) mit der tatsächlichen Qualität zu tun sonst müsste es Toyota/Mazda sein die 7 Jahre Garantie geben (die haben ja anscheinend die beste Langzzeitqualität). Bieten sie aber nicht. Bei uns im Dorf bietet ein VW Händler 5 Jahre Garantie. Das ist genau die gleiche Vorgehensweise. Es ist also alles machbar.
Dass VW nur 2 Jahre Garantie gibt, zeigt, dass sie sich der eigenen Qualität nicht sicher sind.
Ich habe einen Touran 2004. Nicht einer der ersten Mängel blieb mir erspart. Masseschwungrad defekt bei 30000km, Heckklappenschloss das 3. eingebaut, Autoradio das 3. incl Steuergerät, Turbolader bei 80000km, beide Federn hinten bei 90000 und 100000, fehlender Unterbodenschutz nach 9 Jahren erstmals von der Werkstatt entdeckt, Bremssensor das 2. Mal ausgefallen und diverse andere "Kleinigkeiten" wie Sitzhöhenverstellung und Fensterheber defekt etc.
Masseschwungrad und 1. Radio waren Garantiefälle.
Aber dann lehnte VW Kulanz gänzlich ab oder beteiligte sich am Unterbodenschutz nur teilweise.
Fazit: VW lässt dumme Kunden die Fehlerkontrolle selbst bezahlen.
Das ist arrogant- nie wieder VW!
Dass VW nur 2 Jahre Garantie gibt, zeigt, dass sie sich der eigenen Qualität nicht sicher sind.
Ich habe einen Touran 2004. Nicht einer der ersten Mängel blieb mir erspart. Masseschwungrad defekt bei 30000km, Heckklappenschloss das 3. eingebaut, Autoradio das 3. incl Steuergerät, Turbolader bei 80000km, beide Federn hinten bei 90000 und 100000, fehlender Unterbodenschutz nach 9 Jahren erstmals von der Werkstatt entdeckt, Bremssensor das 2. Mal ausgefallen und diverse andere "Kleinigkeiten" wie Sitzhöhenverstellung und Fensterheber defekt etc.
Masseschwungrad und 1. Radio waren Garantiefälle.
Aber dann lehnte VW Kulanz gänzlich ab oder beteiligte sich am Unterbodenschutz nur teilweise.
Fazit: VW lässt dumme Kunden die Fehlerkontrolle selbst bezahlen.
Das ist arrogant- nie wieder VW!