VW überdenkt "Verkaufshilfen"

VW überdenkt "Verkaufshilfen"

VW überdenkt "Verkaufshilfen"

— 26.07.2004

Klimawechsel im Golf von Wolfsburg

Im September läuft die Klimaanlagen-Aktion für den Golf aus. Ohne Verkaufshilfe geht es aber nicht, weiß VW. Was kommt danach?

Bernd Pischetsrieder räumt Fehler bei der Preispolitik für den Golf ein. In einem Interview des Magazins "Der Spiegel" sagte der VW-Boss, die Kritik richte sich "nicht gegen den Preis des Autos in seiner Grundausstattung, sondern gegen den Preis inklusive verschiedener Sonderausstattungen. Da haben wir Fehler gemacht, das werden wir ändern".

Die Sonderaktion, bei der alle Golf-Modelle seit Februar 2004 kostenlos mit einer Klimaanlage im Wert von 1225 Euro ausgestattet werden, laufe im September aus. Danach werde Volkswagen den Kunden "neue Ausstattungspakete anbieten", so Pischetsrieder. VW-Händler forderten unterdessen eine neue Verkaufshilfe. Die Klimaanlagen-Aktion müsse "durch eine wirtschaftlich vergleichbare Aktion kompensiert werden", sagte der Geschäftsführer des VW/Audi-Händlerverbandes, Michael Lamlé. Der Golf V habe sich mit der Gratis-Klimaanlage "seinen Markt gemacht". Die Verkaufszahlen lägen zwar unter den Erwartungen, seien aber "durchaus erfreulich".

Trotz des aktuellen Sparprogramms will der VW-Chef an wichtigen Projekten festhalten. Der C1, ein Modell zwischen Passat und Phaeton, "wird gebaut", versicherte der Vorstandschef. Europas größter Autohersteller hatte wegen der anhaltenden Autoflaute seine Gewinnprognose für 2004 am vor kurzem deutlich gesenkt und rechnet nun mit einem operativen Ergebnis vor Sondereinflüssen von 1,9 Milliarden Euro. Ursprünglich wollte der Konzern das Vorjahresergebnis von 2,5 Milliarden Euro mindestens halten.

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