VW-Werk Wolfsburg

VW-Übernahme von Porsche

— 20.11.2009

Weitere Details geklärt

Der Einstieg von Volkswagen beim Sportwagenbauer Porsche rückt immer näher. Der Aufsichtsrat gab jetzt wichtigen Verträgen seinen Segen. Karmann darf derweil ernsthaft auf eine Übernahme durch VW hoffen.

(dpa/cj) Volkswagen hat auf dem Weg zur Übernahme von Porsche einen weiteren wichtigen Schritt gemacht. Der VW-Aufsichtsrat stimmte Durchführungsverträgen zu einer im August vereinbarten Grundlagenvereinbarung mit Porsche zu, wie VW in der Nacht zu Freitag (20. November 2009) in Wolfsburg mitteilte. Am Freitag soll sich in Wolfsburg auch der Porsche-Aufsichtsrat mit den Durchführungsverträgen befassen. Es wird erwartet, dass auch das Kontrollgremium des Stuttgarter Sportwagenbauers zustimmt. Porsche soll bis 2011 in mehreren Schritten als zehnte Marke in den VW-Konzern eingegliedert werden.

Einstieg noch in 2009 erfolgen

In den Durchführungsverträgen werden laut VW organisatorische, strukturelle und rechtliche Details der Zusammenführung beider Unternehmen verbindlich geregelt und die einzelnen Transaktionsschritte festgelegt. VW will noch in diesem Jahr für rund vier Milliarden Euro mit knapp 50 Prozent beim Sportwagengeschäft von Porsche einsteigen. Dazu plant VW eine Kapitalerhöhung im ersten Halbjahr 2010. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 3. Dezember 2009 sollen die Aktionäre zustimmen. Im Laufe des Jahres 2011 sollen Volkswagen und Porsche miteinander verschmelzen. Porsche wird als zehnte Marke in den VW-Konzern eingegliedert.

VW-Standort bei Karmann in Osnabrück?

Außerdem steht Volkswagen vor einem Einstieg beim insolventen Osnabrücker Autozulieferer Karmann.  Der Vorstand habe ein überzeugendes Konzept vorgelegt, hieß es aus Arbeitnehmerkreisen. Der Aufsichtsrat werde darüber am Freitag beraten. Die Stimmen der Arbeitnehmervertreter im Kontrollgremium für einen Einstieg von VW bei Karmann sind nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa sicher. Die Arbeitnehmer seien für einen VW-Standort in Osnabrück. Ein Einstieg von VW bei Karmann wäre ein bedeutender Schritt nach vorne für den insolventen Autozulieferer. Offen ist, inwiefern die Beschäftigten von Karmann von einem Einstieg profitieren könnten. VW gehörte früher zu den größten Kunden von Karmann. Karmann war wegen der schweren Autokrise in Turbulenzen geraten und musste im April 2009 Insolvenz anmelden.

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