VW Golf TDI

VW überprüft US-Diesel

— 14.02.2011

Defekte Einspritzpumpe

VW muss in den USA rund 100.000 Dieselfahrzeuge wegen Problemen mit der Einspritzpumpe überprüfen. Volkswagen vermutet als Ursache die Verwendung falscher Kraftstoffe.

(dpa/bp) Die Dieselmotoren von VW sind derzeit im Focus der US-Behörde für Verkehrssicherheit, NHTSA. Insgesamt würden die Motoren von rund 100.000 Autos wegen Problemen mit der Einspritzpumpe überprüft, teilte die Behörde mit. Volkswagen vermutet als Ursache die Verwendung falscher Kraftstoffe. "Wir können einen Rückruf zum jetzigen Zeitpunkt ausschließen, weil kein konstruktionsbedingter Mangel vorliegt", erklärte Peter Thul, Leiter der VW-Produktkommunikation. Betroffen sind nach Angaben der US-Behörde der jüngste Golf, der Jetta aus den Modelljahren 2009 und 2010 sowie die Vorjahresmodelle des Audi A3. Alle Fahrzeuge sind mit dem 2,0-Liter-TDI (Clean-Diesel) ausgestattet.

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In Deutschland und in anderen Ländern sind VW zufolge mit dem baugleichen Dieselaggregat keinerlei Probleme bekannt. In den USA gingen laut NHTSA insgesamt 160 Beschwerden ein. In mehreren Fällen soll ein Defekt an der Einspritzpumpe während der Fahrt zu massiven Motorproblemen geführt haben. In Einzelfällen sollen der Behörde zufolge Motoren sogar vollständig ausgefallen sein, auch einen Unfall habe der technische Defekt bereits ausgelöst. "Bei 50 bereits überprüften Wagen hatten 90 Prozent definitiv nicht unerhebliche Mengen Benzin im Tank", sagte der VW-Unternehmenssprecher. Volkswagen wolle in enger Zusammenarbeit mit der US-Behörde klären, wie es zu den Verunreinigungen kommt. Bereits wenige Milliliter Benzin können in einem modernen Diesel-Tank Schwierigkeiten auslösen.

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Die Wolfsburger hatten ihre Händler in den USA im Mai 2010 auf das Problem hingewiesen und mehrmals Änderungen an den Pumpen vorgenommen. Erst im vergangenen Dezember hatten falsch verlegte Spritleitungen dem deutschen Autobauer viel Ärger auf dem US-Markt beschert. Damals mussten rund 377.000 Fahrzeuge in einem Massenrückruf in die Werkstätten geschickt werden. Unter den betroffenen Fahrzeugen war damals genau wie im aktuellen Fall die in den USA und Kanada sehr beliebte Mittelklasse-Limousine Jetta.

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