Luca di Montezemolo, Sergio Marchionne, Luca De Meo

VW und Alfa: Übernahme-Spekulationen

— 25.09.2012

"Alfa steht nicht zum Verkauf"

Fiat will die Marke Alfa Romeo nicht an Volkswagen verkaufen. Volkswagen kontert, man habe ohnehin kein Interesse. Ein Spiel der Eitelkeiten?

(dpa/cj) Fiat-Chef Sergio Marchionne (Foto) hat Spekulationen über einen möglichen Verkauf der Marke Alfa Romeo an Volkswagen eine Absage erteilt. "Alfa Romeo steht nicht zum Verkauf", sagte Marchionne am 25. September 2012 in Turin am Rande einer Industrie-Konferenz. Und im lokalen Dialekt fügte er mit Blick auf seinen alten Rivalen, VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch, hinzu: "Lass es bleiben und versuch es woanders." Ein VW-Sprecher hatte zuvor schon auf die Spekulationen mit den Worten reagiert, derartige Berichte gebe es immer wieder. "Aber wir sind gut mit unseren zwölf Marken aufgestellt und haben ausreichend zu tun."

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In Italien und in Deutschland waren erneut Spekulationen über einen möglichen Verkauf von Alfa Romeo oder einzelner Werke an Volkswagen wieder aufgeflammt. Das Magazin "Focus" hatte über ein mögliches Interesse von Volkswagen an der Traditionsmarke berichtet. Experten aus Deutschland hätten die Werke Mirafiori, Cassini, Melfi und Pomigliano besucht, berichtet das Magazin. Üblicherweise schützten Unternehmen ihre Anlagen vor neugierigen Blicken der Konkurrenz.

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Zwischen Volkswagen und Fiat hatte es in der Vergangenheit immer wieder gekracht. Weil der VW-Konzern zuletzt mit hervorragenden Zahlen glänzte und Fiat zu kämpfen hat, kam es zuletzt im Sommer zu einer heftigen Auseinandersetzung. Marchionne warf dem VW-Konzern vor, durch aggressive Preisnachlässe ein "Blutbad“ bei den anderen Herstellern anzurichten. Darauf hatten die Wolfsburger gedroht, wenn Marchionne wegen seiner Verbalattacke nicht den Vorsitz von Europas Autoverband Acea abgebe, erwäge VW selbst den Austritt.

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