Streit VW - Suzuki

VW und Suzuki: Streit verschärft sich

— 17.10.2011

VW will an Anteilen festhalten

VW will seine Anteile an Suzuki halten. Und das, obwohl sich der Streit mit dem japanischen Kleinwagenspezialist zusehends verschärft. Suzuki denkt sogar darüber nach, ein Schiedsgericht anzurufen.

(dpa/lh) Ungeachtet des sich weiter verschärfenden Streits mit dem japanischen Partner Suzuki will Europas größter Autobauer Volkswagen an seiner 20-Prozent-Beteiligung festhalten. Das betonte VW am 17. Oktober 2011 in Wolfsburg ausdrücklich. Zu den Einzelheiten der Auseinandersetzung – beide Seiten werfen sich gegenseitig Vertragsbruch vor – äußerte der Autobauer sich nicht. "Die Diskussion zwischen beiden Parteien wird ausschließlich intern geführt", teilte das Unternehmen mit. Daher werde VW alle weiteren Spekulationen nicht kommentieren. Der Konflikt war zuvor durch einen Bericht nochmals angefeuert worden, wonach Suzuki mit der Anrufung eines Schiedgerichts gedroht habe. Aus Sicht von Suzuki müsse sich VW einem solchen Urteilsspruch unterwerfen und gegebenenfalls seine Anteile verkaufen, schrieb das "Handelsblatt". Das sei im Kooperationsvertrag vereinbart.

Suzuki will mit aller Macht die Auflösung des Vertrags

Volkswagen sieht dagegen keine rechtliche Handhabe, durch die Wolfsburg gezwungen werden könnte, die Ende 2009 für gut 1,7 Milliarden Euro erworbenen Anteile zu verkaufen. Der japanische Kleinwagenspezialist will mit aller Macht eine Auflösung der Partnerschaft erreichen. Aus Sicht von VW könnte das aber Konkurrenten in die Hände spielen. Denn der Erfolg mit günstigen Kleinwagen auf dem Weltmarkt gilt als ein Schlüsselfaktor für eine vordere Position in der globalen Autowelt. Und Suzuki nimmt dazu auf dem aufstrebenden indischen Automarkt mit der Tochter Suzuki-Maruti eine führende Stellung ein. Der Streit zwischen den Parteien war entstanden, weil Suzuki kritisiert hatte, nicht den erhofften Zugang zu Technologien von VW zu erhalten. Die Japaner fühlten sich stattdessen vom Konzern aus Wolfsburg vereinnahmt. VW dagegen hatte sich verärgert darüber gezeigt, dass Suzuki Dieselmotoren bei einem Konkurrenten, angeblich Fiat, bestellt haben soll.

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