Kaufberatung VW Up

VW Up: Kaufberatung

Gesucht: Der beste VW Up

Mit einem Facelift wurde unlängst die Optik des VW Up nachgeschärft und die Motorenpalette um ein spritziges Turbomaschinchen erweitert. Höchste Zeit also zu prüfen, ob er damit auf Höhe der Zeit fährt.
Es gibt ein Wort, das Sie beinahe in jedem Text zum Thema Klein- und Kleinstwagen lesen können. Es heißt "erwachsen" und bedeutet im Kontext, dass ein kleines Auto weder hoppelig fährt, noch unwirsch klappert oder jede außerstädtische Fahrt zur Qual macht. Zugegeben: So richtig klapprig ist schon lange kein Kleinstwagen mehr. Grund genug also, dieses Attribut in den Ruhestand zu schicken. Der VW Up ist absolut kultiviert, fährt sich äußerst manierlich und reicht – sofern die Raumansprüche niedrig sind – als Auto für alle Tage. Aber erwachsen nach alter Väter Sitte? Bloß nicht!

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In der ersten Reihe finden auch Sitzriesen ordentlich Platz

Vorne ist es super, doch die Rückbank ist für Erwachsene kein Genuss. Aber sie funktioniert. Selbst der Autor mit 2,05 m Größe kommt gerade so unter.

Seine klaren Linien wirken nicht nur niedlich, sondern suggerieren auch einen Bezug zur Prämisse "Form folgt Funktion", wie wir sie in diesem Segment seit dem ersten Fiat Panda von 1980 nicht mehr gesehen haben – von der remplerschluckenden Frontblende bis zu den extraschmalen Heck leuchten, die die gläserne Heckklappe einrahmen. Dazwischen: quadratisch, praktisch, gut. Die erste Sitzreihe bietet kaum weniger Platz als ein Golf, egal ob für Sitzriesen oder Kurzgeratene, zumindest gilt das für die Bewegungsfreiheit in Längs- und Hochachse. Durch die geringe Breite sitzen die Insassen dann doch recht nah beieinander. Auch muss dem potenziellen Käufer klar sein, dass Langbeinige entweder vorn oder hinten sitzen können, nie beides gleichzeitig. In ihren Maßen ist die Rückbank ansonsten klassenüblich. Auch dem Kofferraum fehlt es an Familienformat. Getränkekisten, Einkäufe oder zwei bis drei Reisetaschen sind kein Problem, ein größerer Kinderwagen passt aber bei voller Bestuhlung nicht rein. Wer die beiden Rücksitze umklappt, erhält immerhin fast einen Kubikmeter gut nutzbaren Raum, der die Fahrt zum Möbelhaus erlaubt. Der Kofferraumboden lässt sich ab Move Up in zwei Etagen einhängen, um die Ladefläche zu ebnen; ansonsten geht nur rein, was in den Würfel passt und über die 78 cm hohe Ladekante gehievt wurde. Verschiebbare Rücksitze und andere Heck-Tricks gehen dem Up ab.

Ein Artikel aus AUTO TEST

Der Dreitürer bietet praktische und optische Vorteile

Zu unserer Testflotte gehörte leider kein Dreitürer, obwohl der eine echte Empfehlung ist. Seine längeren Vordertüren sind dank der schmächtigen Breite des Up kein Hindernis in engen Parklücken, geben aber schon durchschnittlich großen Fahrern spürbar mehr wertvollen Schulterraum in Kombination mit deutlich besserer Aussicht beim Schulterblick. Der Dreitürer ist zudem geschickt gezeichnet. Statt der raumkapseligen Optik des Fünftürers steht dieser stämmiger mit einem kecken Knick in der Fensterlinie da. Ein letztes Argument: Er spart 480 Euro Aufpreis ein. Als kleinen Bonus gibt es im Fünftürer allerdings Ausstellfenster hinten.
Alle weiteren Infos zum VW Up und die konkreten Kauftipps der Redaktion finden Sie in der Bildergalerie!

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VW UpVW UpVW Up

Modellpalette VW Up
1.0 44 kW 1.0 55 kW 1.0 TSI 66 kW
Motor/Hubraum R3 / 999 cm3 R3 / 999 cm3 R3 Turbo / 999 cm3
Getriebe (man. | autom.) 5-Gang | 5-Gang, automatisiert 5-Gang | 5-Gang, automatisie 5-Gang
kW (PS) bei 1/min 44 (60) / 5000-6000 55 (75) / 6200 66 (90) / 5000-5500
Nm bei 1/min 95 / 3000-4300 95 / 3000-4300 160 / 1500-3500
Höchstgeschwindigkeit 160 | 161 km/h 171 | 172 km/h 185 km/h
0–100 km/h 14,4 | 15,3 s 13,2 | 13,9 s 9,9 s
Verbrauch/100 km (EU-Mix) 4,4 1) (4,1)| 4,1 l S 4,1 | 4,2 l S 4,4 l S
Abgas CO2 101 (96) | 95 g/km 96 | 97 g/km 101 g/km
SCR-Kat./ AdBlue-Tankinhalt 2) – / – – / – – / –
Grundpreis 9975 (10.375) | 12.025 Euro 11.700 | 12.425 Euro 12.350 Euro
Fazit Der Basismotor im Up ist keine Glanzleistung. Er mogelt sich nur ohne Start-Stopp-System unter die 10.000-Euro-Marke und zieht die Wurst nicht vom Teller. Mit 75 PS geht es wenigstens etwas flotter zur Sache. Er ist selbst für Stadtfahrer als Minimum zu betrachten und macht auch das Spritsparen leichter. Sonnenklare Empfehlung: Mit Turbolader ist der sonst baugleiche Dreizylinder ein aufgewecktes Kerlchen, das in der Praxis nicht mehr verbraucht.
Ökotrend-Wertung 2- 2- 2-
Eco Up 1.0 (Erdgas) E-Up (Elektro)
Motor/Hubraum R3 / 999 cm3 Drehstrom-Synchronmaschine
Getriebe (man. | autom.) 5-Gang 1-Gang
kW (PS) bei 1/min 50 (68) / 6200 60 (82) / 2800-12 000
Nm bei 1/min 90 / 3000 210 / 2800
Höchstgeschwindigkeit 164 km/h 130 km/h 3)
0–100 km/h 16,3 s 12,4 s
Verbrauch/100 km (EU-Mix) 2,9 kg Erdgas 11,7 kWh
Abgas CO2 82 g/km 0 g/km
SCR-Kat./ AdBlue-Tankinhalt 2) – / – – / –
Grundpreis 12.950 Euro 26.900 Euro
Fazit Der Eco Up bietet zwar einen echten Verbrauchsvorteil und einen absolut fairen Kaufpreis, ist aber noch behäbiger zu fahren als die 60-PS-Version. Bis zu 160 km Reichweite sind mit den 18,7 kWh fassenden Akkus drin. Als Stadtauto genügend, mit prima Fahrleistungen. Nur der Preis schmerzt arg.
Ökotrend-Wertung 2+ 1-
1) Werte in Klammern für 1.0 44 kW mit Start-Stopp-System; 2) SCR = Selective Catalytic Reduction. Stickoxide (NOx) werden in Stickstoff (N2) und Wasser (H2O) umgewandelt; 3) elektronisch abgeregelt

Autor: Andreas Jüngling

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