VW Up-Studien auf der IAA 2011

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VW Up-Studien auf der IAA 2011

— 13.09.2011

Sechs Richtige

Volkswagen zeigt gleich sechs Studien des Kleinstwagens Up auf der IAA. Vier der präsentierten Designspielereien haben wohl Chancen auf die Serienproduktion.

Ein Up für alle Fälle? VW scheint so zu denken, denn wie wäre sonst die Flut an Designstudien zu erklären, die auf der IAA 2011 steht. Das Serienauto – ebenfalls eine Premiere – rückt dabei dezent in den Hintergrund. Dafür buhlen sechs Entwürfe um die Zuschauergunst. Das mutigste Konzept ist der VW Up-Azzurra, der Up mit "maritimer Seele", schwärmen die Wolfsburger in ihrer Pressemitteilung.  Der Name des Prototypen entstand in Anlehnung an einen Yachtclub der Costa Smeralda auf Sardinien. Na, dann: Lassen wir das Dach und die Türen einfach weg und packen edelste Werkstoffe rein, werden sich die Designer Giorgetto Giugiaro und Walter de Silva gedacht haben und lassen es richtig krachen. Vier Sitze in weißblauem Leder, zahlreiche Chromelemente und eine Instrumententafel aus Mahagoni mit Intarsien aus Ahorn erinnern gewollt an eine noble Yacht. Die Beschichtung der Oberflächen ist in einem Kunstharz ausgeführt. Alles soll wasserfest sein, falls die Seebrise mal einen Schauer schickt. Eine lustige Idee mit null Chance auf eine Umsetzung in Serie.

Überblick: Die Stars der IAA 2011

Süß, aber unrealistisch: die Studie eines Buggy auf Up-Basis für den Strand.

Gleiches dürfte für den Buggy-Up gelten. Der wirkt wie ein Mix aus dem Serien-Up und dem Buggy der 60er-Jahre, der auf dem seligen VW Käfer basierte. Dafür wurde die Motorhaube deutlich abgesenkt und die Bodengruppe verstärkt. Die Kofferraumhaube ist zweigeteilt: Die Haube selbst klappt klassisch nach oben, der Bereich über dem Stoßfänger wie bei einem Pick-up nach unten. Mit 3,58 Meter ist der Buggy-Up gut vier Zentimeter länger als der geschlossene Up der Serie, mit 1,67 Meter auch etwas breiter (plus 31 mm). Dazu ist er mit 1,29 Meter Höhe fast 20 Zentimeter flacher. Dann hat VW noch 18-Zoll-Leichtmetallräder mit Reifen der Dimension 205/40 auf den Mini gepackt, das verstärkt den Auftritt germeinsam mit der Zweifarblackierung zusätzlich. Auch hier ist alles wasserfest, behauptet VW. Dass der Buggy-Up irgendwann über kalifornische Strände rollt, ist aber sehr unwahrscheinlich.

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Der CrossUp könnte ein Teil der VW-Cross-Familie werden. Der Aufwand wäre gering.

Nach so viel wilden Design-Kapriolen nähern wir uns jetzt der Serie: Der CrossUp könnte nach CrossPolo, CrossGolf und CrossTouran der vierte hochgelegte VW werden. Dass ein Fünftürer des Up kommen wird, ist bereits klar, warum also nicht auch eine Cross-Variante. Das Rezept ist bekannt. Typisch für ein Cross-Modell von Volkswagen sind die in einem dunklen Anthrazit ausgeführten Radhaus- und Schwellerverbreiterungen sowie die schwarzen Seitenschutzleisten oberhalb der Schweller. Dazu spendiert Wolfsburg modifizierte Stoßfänger (vorn mit eingefassten Nebelleuchten) und eine Dachreling, fertig ist das Cross-Modell. Passend dazu werden 16-Zöller mit 185er-Pneus gereicht, die Bodenfreiheit erhöht und der Innenraum zweifarbig aufgebrezelt. Ein Gericht, das sicher vielen Kunden munden dürfte, deshalb hat der CrossUp gute Chance auf eine Umsetzung.

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Offensichtlich können sich die VW-Designer auch ein sportliches Derivat des Up vorstellen: Als GT-Up hat der Kleinwagen einen völlig neuen Grill, der nicht nur mehr Luft für Motor- und Bremsenkühlung durchläst, sondern auch LED-Tagfahrlichter integriert. Dazu spendiert VW Seitenschweller, 17-Zoll-Alus samt Breitreifen, einen Doppelrohrauspuff und einen Dachkantenspoiler. Innen dominiert die Farbe Anthrazit, ergänzt um das typische Karomuster für die Sitze (hier in Blau) und einen schwarzen Dachhimmel. Bis zu 100 PS könnte der GT-Up haben, bei nur 900 Kilo Gewicht also durchaus ein sportliches Kerlchen wie einst der Golf GTI I.

Die Elektro-Version des Up ist beschlossene Sache und kommt 2013.

Nicht mehr spekulieren müssen wir über den Eco-Up. Dessen 1,0-Liter-Dreizylinder setzt auf Erdgasantrieb (bei VW EcoFuel genannt) und bläst dank Start-Stopp-System und Rekuperation (dann BlueMotion Technology genannt) nur 79 g/km CO2 in die Luft. Der Motor leistet 68 PS und soll mit dem Sparpaket 2,5 kg/100 km Erdgas verbrauchen. Zunächst kommt der Eco-Up aber 2012 ohne das Sparpaket und emittiert dann 86 g/km CO2. Ebenso interessant wie der Umweltaspekt: Auf 100 Kilometern entstehen Kraftstoffkosten von deutlich unter 2,50 Euro (Preisstand in Deutschland im August 2011) auf 100 Kilometern. 2013 kommt dann die Elektro-Variante des Up. Als E-Up rollt der Wolfsburger mit veränderten Grill (kleinere Lufteinlässe) und bogenförmigen LED-Tagfahrlicht vor. 135 km/h soll er mit seinem maximal 60 kW starken Motor schaffen und maximal 130 Kilometer weit kommen. Die Batterien befinden sich im Unterboden des Fahrzeuges, alle wesentlichen Antriebs- und Nebenaggregate sind vorn im Motorraum untergebracht.

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