VW verkauft Suzuki-Anteile

VW verkauft Suzuki-Anteile

— 17.09.2015

VW und Suzuki sind geschieden

Aus dem gemeinsamen "Baby" Kleinwagen für Indien wird nichts mehr: Die Zweck-Ehe zwischen Volkswagen und Suzuki ist endgültig geschieden.

(dpa) Der jahrelange Streit um Volkswagens Beteiligung an Japans viertgrößtem Autobauer Suzuki ist nun Geschichte. Volkswagen hat alle 111,6 Millionen Suzuki-Aktien an die Japaner verkauft, wie Suzuki am Donnerstag (17. September 2015) mitteilte. Volkswagen habe dafür 460 Milliarden Yen (3,4 Mrd. Euro) bekommen. Ende August hatte das Schiedsgericht der Internationalen Handelskammer (ICC) entschieden, dass die Wolfsburger wie von Suzuki gefordert ihren knapp 20-prozentigen Anteil am japanischen Unternehmen an die Japaner verkaufen sollen. Die Entscheidung war für beide Seiten rechtlich bindend und kann vor einem staatlichen Gericht für vollstreckbar erklärt werden. Beide Partner hatten 2009 eine Allianz vereinbart, bei der Volkswagen 19,9 Prozent der Anteile an Suzuki erwarb, die Japaner wiederum 1,5 Prozent der VW-Aktien. Suzuki war 2011 ausgestiegen und forderte von den Deutschen die Anteile zurück. Die Unternehmen hatten ursprünglich den Schulterschluss gesucht, um gemeinsam Kleinwagen zu entwickeln. VW erhoffte sich so auch Zugang zum indischen Markt, wo Suzuki eine dominierende Marktposition innehat.

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