VW XL1: Erlkönig

VW XL1 Studie (2011) VW XL1 Studie (2011)

VW XL1 (2013): Erlkönig

— 15.05.2012

Start frei für die Wunder-Flunder

VW bringt das Sparmodell XL1 tatsächlich zu den Händlern. Unsere Erlkönig-Bilder zeigen, dass der Zweisitzer aktuell die letzten Test hinter sich bringt. 2013 soll die Kleinserie auf den Markt kommen.

Das Einliter-Auto kommt: Unsere Erlkönig-Bilder zeigen, dass VW den XL1 in Schweden auf seine Alltagstauglichkeit testet. Bereits seit 2002 beschäftigt der Supersparer die Ingenieure, als der damalige Vorstand Ferdinand Piëch mit einem Ein-Liter-Auto zur VW-Hauptversammlung nach Hamburg fuhr. 2009 kam die zweite Stufe auf die IAA in Frankfurt, 2010 legte VW auf der Qatar Motor Show mit dem XL1 nach. Jetzt musst der XL1 seine Alltagstauglichkeit unter Beweis stellen. XL1 steht dabei für die Tatsache, dass das aerodynamische Wunderstück im Lauf der Jahre immer weiter gewachsen ist. Zuletzt war das Sparmobil 3888 Millimeter lang, 1665 Millimeter breit und nur 1156 Millimeter hoch. Ein Polo ist ähnlich lang (3970 Millimeter) und breit (1682 Millimeter), dabei aber natürlich deutlich höher (1462 Millimeter). Das Sparmodell aus Wolfsburg dagegen ist in etwa so hoch wie der weit entfernte Konzernbruder Lamborghini Gallardo Spyder (1184 Millimeter). Bei der Optik kehrt VW zurück zu konventionelleren Tugenden: Flügeltüren sind passé, die Rückspiegel des Erlkönigs sind nicht mehr als teure Kameras ausgeführt. Radikal bleibt der XL1 allemal. Die Aussicht nach hinten ist praktisch nicht vorhanden, statt großer Fenster gibt es nur Mini-Öffnungen.

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Die Heckansicht ist extrem. Extrem flach und unübersichtlich.

Bei den technischen Daten des Serienmodells können wir nur spekulieren, die Studie gab bereits einen konkreten Ausblick: Hightech-Leichtbau (Monocoque und Anbauteile aus kohlefaserverstärktem Kunststoff CFK), perfekte Aerodynamik mit einem cW-Wert von 0,186 und ein Plug-in-Hybridsystem sollen effizient sparen. Der Antriebsstrang besteht aus einem Zweizylinder-TDI-Motor (48 PS), einem E-Motor (27 PS), einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und einer Lithium-Ionen-Batterie. Das ermöglicht laut VW einen Verbrauch von 0,9 Litern auf 100 Kilometer und damit einen CO2-Ausstoß von 24 Gramm pro Kilometer. Die Reichweite soll trotz des Mini-Tanks (zehn Liter Volumen) 550 Kilometer betragen.

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Flach: Der XL1 ist gerade mal so hoch wie ein Lamborghini.

Der TDI mit 0,8 Litern Hubraum ist ein halbierter 1,6-Liter-Diesel, wie er in seiner kompletten Bauform auch im Golf oder Passat verbaut wird. Der Prototyp soll in 11,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h spurten, die Höchstgeschwindigkeit beträgt elektronisch abgeregelte 160 km/h. Der XL1 wiegt 795 Kilo, so hat das Antriebssystem relativ leichtes Spiel. Unter Volllast wirkt der aus dem Stand heraus 100 Newtonmeter starke Elektromotor zudem als Booster, der den TDI-Motor (120 Newtonmeter Drehmoment) unterstützt. TDI- und E-Motor stellen im Duett maximal 140 Newtonmeter zur Verfügung. 35 Kilometer soll der XL1 rein elektrisch fahren können. Klingt sehr attraktiv. Warten wir mal ab, was VW als Preis für die Spar-Zigarre aufrufen wird.

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