Walter Röhrl über Michael Macht — 17.07.2009
"Ich vertraue Technikern wie ihm"
Porsche-Testfahrer Walter Röhrl kennt sich bestens aus mit der Zuffenhauser Sportwagenmarke. AUTO BILD befragte ihn im Blitz-Interview zum designierten Porsche-Chef Michael Macht.
AUTO BILD: Hallo Herr Röhrl. Schon gehört? Michael Macht soll Porsche-Chef werden. Walter Röhrl: Na, das gibt's ja nicht. Ich hab doch gestern noch mit dem Wendelin Wiedeking zusammen gesessen. Der war so locker drauf.
Wie gut kennen Sie Michael Macht? Ich kenne ihn ein wenig. Er war einmal bei Testfahrten mit dem Carrera GT dabei. Er ist ein Ziehsohn vom Wiedeking. Besser kenne ich seine Frau.
Das müssen Sie erklären. Na, die Kathrin war damals in der Presseabteilung, als ich zu Porsche kam. Sie hat da die Testwagen verteilt, da lernt man sich natürlich besser kennen. Irgendwann hieß es dann: Du, die und der Macht. Und dann haben sie geheiratet.
Mit Macht kommt ein Motoren-Mann ans Ruder, ein Techniker. Ist das jetzt für Porsche ein richtiges Zeichen? Die Leute, die bei Porsche die Technik machen – da habe ich Vertrauen. Die Geschäftsleute müssen sehen, dass sie ihre Dinge erstmal in Ordnung bringen.
Und Porsche wird zu einer von zehn Marken im großen VW-Konzern? Ja, vermutlich wird es so kommen.
Das Interview führte Hauke Schrieber.
Aktuell: Wiedeking vor dem Aus – Porsche wird VW-Marke
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Kommentare zum Artikel (5)
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das ist alles quatsch, bei audi gibts auch eine Erfolgsbeteiligung die so hoch wie die von Porsche ist, außerdem wird Porsche nicht umbenannt oder ähnliches so ein Unsinn. Jede Konzernmarke arbeitet im Prinzip autonom. Audi als Beispiel zu nehme, eigener Vertrieb, Entwicklung..
Porsche kann das sehr wohl alleine schaffen. Die Entwicklungsabteilung in Weissach ist eine nicht unbedeutende Anlaufstelle für die Industrie; ganze Autos wurden dort schon für Dritte entwickelt. Auf der andern Seite besteht schon heute eine intensive Zusammenarbeit mit Wolfsburg, siehe Cayenne. Den Bau der Rohkarosserie des Panamera hat Porsche ebenfalls an VW delegiert. Mit einer Integration der Porsche AG – nicht aber Porsche Holding SE – verlieren die Zuffenhausener dennoch einige Freiheiten. Und mit den tollen Sonderzahlungen auch für den Arbeiter am Band ist es ein für allemal vorbei.
Ich sehe Vorteile für beide, Porsche mit teuren Qualitätsprogrammen (verzettelt bei Boxter Qualität?) zu einem überzogenen Marktpreiss am Kunden weitergegeben, auf der anderen Seite des Ufers VW mit Alltagswagen auch zu teuer. Fette Jahre bei Porsche bei Vorstand und auch Mitarbeitern mit fetten Sonderzahlungen von denen Arbeitnehmer in anderen Industrien nur Staunen konnten. Die Sportwagen mit Porsche Emblem bauen ja, aber die Absatzzahlen werden sich an wirtschaftl-, ökonom- und politischen Rahmen der Kunden orientieren. Strategische Neuausrichtung ist nötig die schafft Porsche nicht allein.
Wenn porsche zu vw kommt ist das ein enormer schaden, bin gespannt wie dann die verkaufszahlen von porsche sind, oder wird dann der name geändert in, vwgähn.
Na dann Gute Nacht.Wenn auf einem Porsche das VW-Zeichen kommt.Wir hatten ja schon
mal so ein Gefährt.