Warnsignale im Auto

Warnsignale im Auto

— 06.10.2006

Piepsen mit Verstand

Hinweistöne im Auto sind verwirrend. Behauptet ein Chemnitzer Student. Und entwickelte deshalb ein intelligentes Warnsystem.

Piepsen, Summen, Sirren. Autofahrer sind mit den vielen Tönen im Auto oft überfordert. Der Chemnitzer Maschinenbau-Student Jens Mühlstedt hat darum einen Prototyp für neue Warnsignale im Auto entwickelt. Im Rahmen seiner Diplomarbeit an der TU Chemnitz tüftelte Mühlstedt an dem Problem, dass der Klang der Hinweistöne häufig zu allgemein gehalten ist, was sehr oft zu Fehlinterpretationen des Fahrers führt. "Zum Beispiel tritt das Hinweissignal für einen niedrigen Tankinhalt während der Fahrt ohne Vorwarnung auf und ist so gestaltet, dass es den Fahrer sogar erschrecken kann", erklärt der Absolvent. Das Warnsignal müsse vielmehr eine eindeutige Information geben, was es zu bedeuten hat.

Mühlstedts Lösung: Die akustische Nachricht stellt die realen Ereignisse oder Handlungen nach. Wer etwa bei Fahrtantritt vergisst, sich anzuschnallen, hört ein Geräusch, das wie das Rausziehen des Gurtes und das Einrasten im Schloss klingt. Für Gefahrensituationen entwickelte Mühlstedt Klangbilder wie das Quietschen der Reifen für den Fall, dass sich das Auto einem Stauende nähert. Tests mit Probanden zeigten, dass sich die neuen Signale leichter und schneller erkennen lassen. Nach Angaben des 25-jährigen Wissenschaftlers haben sich bereits zwei namhafte deutsche Autohersteller gemeldet, die die neuen Gestaltungsrichtlinien für akustische Signale für ihre neuen Modelle prüfen wollen.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.