Was ist mein Auto wert?

Was ist mein Auto wert?

So ermitteln Sie den Fahrzeugwert

Wer sich fragt was sein Auto wert ist, kann dies auf verschiedenen Wegen herausfinden. AUTO BILD erklärt, wie Sie den Wert Ihres Wagens ermitteln können.
Spätestens wenn das Auto verkauft werden soll, kommt die Frage auf: Was ist mein Auto wert? Aber auch Old- und Youngtimer-Besitzer dürften sich häufiger mit ihrem Fahrzeugwert beschäftigen. Unabhängig von Marke und Modell gibt es viele Faktoren, die den Wert eines Autos beeinflussen. Dazu zählen die technischen Gegebenheiten (z.B. Motorisierung, Antrieb), die Ausstattung (z.B. Klimaanlage, Sportsitze) und nicht zuletzt das Alter, die Laufleistung, der aktuelle Zustand und die Historie (z.B. Vorbesitzer, große Reparaturen, Unfälle). Auch die Pflege eines Autos – also regelmäßige Wartungen und Inspektionen – wirkt sich darauf aus, wie viel es nach ein paar Jahren noch wert ist. Bestimmte Ereignisse, wie das Ende Februar 2018 gefällte Gerichtsurteil zu Diesel-Fahrverboten, können den Wert eines Autos ebenfalls beeinflussen. Es lohnt sich also, sich spätestens vor dem Verkauf einmal genauer mit der Frage "Was ist mein Auto wert?" zu beschäftigen. Da die wenigsten Autobesitzer Profis sind, die allein aufgrund der Faktenlage den Wert eines Wagens bestimmen können, gibt es einige Hilfsmittel, mit denen auch Laien ganz einfach herausfinden können, wie viel ihr Auto aktuell wert ist. AUTO BILD erklärt verschiedene Wege zur Wertermittlung.

AUTO BILD-Gebrauchtwagensuche

Recherche in der Gebrauchtwagenbörse

Klingt simpel – ist es auch und gibt einen guten Eindruck über die aktuelle Marktlage. Einfach in gängigen Gebrauchtwagenbörsen im Internet nach dem eigenen Automodell suchen, möglichst mit den gleichen Spezifikationen (Aufbauart, Motor, Ausstattung). Die Preise von Fahrzeugen im gleichen Alter und mit ähnlicher Laufleistung vermitteln dann bereits eine Einschätzung, was das Auto noch wert sein könnte. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass die Preise in den Inseraten meist die Verhandlungsbasis bilden, tatsächlich verkauft werden die Autos meist zu niedrigeren Beträgen. Zusätzlich sind die Preise stark davon abhängig in welchem Zustand sich das Auto befindet, ob größere Reparaturen vorgenommen wurden und ob vielleicht etwas umgebaut oder nachgerüstet wurde, das den Wert positiv oder negativ beeinflusst. Die Preise in Gebrauchtwagenbörsen geben also eine eher weit gefasste Antwort. Gerade bei seltenen Autos sind die Angebote rar gesät, sodass man auf diese Weise gar keine Antwort findet. Doch auch für diese Fälle gibt es viele Möglichkeiten, den Fahrzeugwert zu ermitteln.

Fahrzeugpreis-Rechner online

Im Internet finden sich viele Fahrzeugpreis-Rechner, die eine "abgespeckte" Fahrzeugbewertung ermöglichen. Einen dieser Rechner stellt zum Beispiel der DAT zur Verfügung. In eine Maske werden Marke, Modell, Motorisierung, Ausstattungslinie, Baujahr und die Laufleistung eingegeben. Noch einfacher funktioniert die Eingabe mit Hersteller- und Typenschlüssel aus dem Fahrzeugschein. Schon nach wenigen Klicks ermittelt der Rechner den aktuell marktüblichen Fahrzeugwert. Allerdings ohne Sonderausstattung. Der Wert des Autos kann also deutlich über dem Ergebnis des Online-Rechners liegen. Auch viele Händler, die sich auf das Ankaufen von Gebrauchtwagen spezialisiert haben, bieten solche Online-Wertermittlungen an (z.B. wirkaufendeinauto.de). Häufig liegt hier der Preis unter dem tatsächlichen Wert des Autos. Die Ankäufer müssen schließlich noch in Aufbereitung und Garantien investieren und sind daran interessiert, mit dem Weiterverkauf Gewinn zu machen. Um dabei wettbewerbsfähig zu bleiben, werden die Preise streng kalkuliert. Zudem werden Ausstattung, Historie und Zustand in den Online-Rechnern ebenfalls nicht berücksichtigt. Dies würde dann im zweiten Schritt einfließen. Bei der Bewertung auf der Hebebühne des Ankäufers.

Auszug aus der Schwacke-Liste

Wesentlich genauer als mit dem Preisvergleich ähnlicher Modelle oder den kostenlosen Rechnern, lässt sich der Wert des Autos mithilfe der Schwacke-Liste ermitteln. Bei Schwacke handelt es sich um einen Marktbeobachter, der eine große Datenbank pflegt, anhand derer sich der aktuelle Marktwert eines Autos genau ermitteln lässt. Auch die meisten gewerblichen Händler orientieren sich bei der Festlegung ihrer Preise an der Schwacke-Liste. Dabei fließen nicht nur Marke, Modell, Baujahr und Laufleistung in die Bewertung ein, sondern auch die komplette Serien- und Sonderausstattung. Die Anfrage wird online gestellt. In einem Formular werden dazu detailliert alle Fahrzeugdaten angegeben. Die Bewertung ist jedoch nicht kostenlos: Der Preis liegt bei 7,90 Euro pro Bewertung. Dafür bekommt man aber eine sehr genaue Einschätzung des Fahrzeugwertes. Das bedeutet jedoch nicht, dass dies der Preis ist, den andere später auch für das Auto zahlen würden. Denn der individuelle Zustand des Wagens wird mit der Schwacke-Liste nicht beurteilt.

Professionelles Wertgutachten

Wer sich eine haargenaue und belastbare Antwort auf die Frage "Was ist mein Auto wert?" erhofft, kommt um einen Besuch beim Gutachter nicht herum. Dabei ermitteln Profis anhand einer genauen Fahrzeugbewertung den Wert des Autos. Es fließen sämtliche Parameter ein: Neben allgemeinen Fahrzeugdaten und Ausstattung werden wertsteigernde Faktoren (z.B. Nachrüstungen) und die Pflege (z.B. Inspektionen, Reparaturen) erfasst. Auch fehlende Teile (z.B. abgebautes Zubehör), aktuelle und reparierte Schäden sowie die Historie werden berücksichtigt. Ein solches Wertgutachten bieten der TÜV und Dekra, aber auch der DAT an. Aufgrund des hohen Aufwands ist das Gutachten aber auch nicht billig: Meist sind zwischen 150 und 300 Euro fällig. Der endgültige Preis ist jedoch abhängig vom Fahrzeug. Finanziell lohnt sich das Profi-Gutachten vor allem für Besitzer von Oldtimern, die sich noch eine Wertsteigerung erhoffen.

Autor: Lena Trautermann

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