Sportwagen WM

WEC: Comeback von Nissan

— 26.01.2017

LMP1-Motoren für deutsches Team

Das Kolles-Team wechselt 2017 den Motorenhersteller und fährt mit den zwei Jahre alten Nissan-Motoren als einziges Privatteam mit. Kundenprogramm geplant.

Es war eines der größten Debakel beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans in den letzten Jahren: 2015 stieg Nissan als vierter Hersteller neben Audi, Porsche und Toyota in die LMP1-Szene ein. Mit einem 1400 PS starken Fronttriebler sollte der Klassiker an der Sarthe gewonnen werden. Doch Nissan war nicht konkurrenzfähig und zog sich schnell wieder zurück.

Jetzt, zwei Jahre später, werden zumindest die Verbrennungsmotoren wieder verwendet. Das deutsche Kolles-Team wechselt von AER- auf Nissan-Triebwerke. Nicht verbaut werden die Hybridelemente, ohne die der 3,0-Liter-V6-Biturbo aber immer noch rund 700 PS leisten soll – und damit 100 mehr als der AER-Motor, den Kolles bis 2016 verwendet hat.

Die Leistung ist aber nicht der einzige Grund, wieso der deutsche Rennstall unter der Leitung von Boris Bermes den Antriebspartner wechselt. „Nach einer schwierigen Saison, in der wir einige Probleme mit der Zuverlässigkeit hatten, erhoffen wir uns von dem Nissan-Motor eine verbesserte Zuverlässigkeit und auch ein Plus an Performance“, erklärt er. 

Der Nissan von 2015 war ein Flop

Zuverlässigkeit ist beim Langstreckenrennen in Le Mans 2017 wichtiger denn je: Nach dem Rückzug von Audi sind nur noch vier oder fünf (falls Toyota einen dritten LMP1 einsetzt) Werkswagen unterwegs. Gleichzeitig ist das Team von Ex-Formel-1-Teamchef Colin Kolles und seinem Vater Romulus das einzig verbliebene Privatteam. Die Chancen auf einen Podestplatz sind also größer denn je. Derzeit werden im bayerischen Greding die Autos an den Nissan-Motor angepasst. Auch aerodynamisch plant Kolles Verbesserungen an der Front und im Heckbereich.  2018 will Kolles dann Kundenautos an weitere Privatteams verkaufen.

Fahrer des Kolles-Nissans hat der Rennstall noch nicht verkündet. Im Winter absolvierte auch Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica einen Test für das Team.. Doch die Chancen auf eine Verpflichtung des Polen sind eher als gering einzustufen.
Kubicas LMP1-Test: Trotz Verletzung schnell

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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