Sportwagen WM

WEC: GT-Klasse boomt

— 18.03.2017

GT-Autos bald mit Hybridantrieb?

Die GT-Klasse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft erfreut sich steigender Beliebtheit. Ab 2020 könnten die GT-Boliden mit Hybridantrieb ausgestattet werden.

Derzeit sind mit Ford, Ferrari, Porsche und Aston Martin vier Hersteller in der GT-Pro-Klasse der Sportwagen-WM werksseitig vertreten. Corvette stößt traditionell beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans dazu. BMW hat ein GTE-Modell in Amerika am Start und steigt 2018 auch in die WEC ein. Zwei weitere Hersteller (Gerüchten zufolge McLaren und Lamborghini) zeigen ebenfalls Interesse an einem GT-Einstieg.

Obwohl die Kosten im deutlich zweistelligen Millionenbereich pro Saison liegen und obwohl die GT-Klasse nur die dritte Kategorie nach den beiden Prototypenklasse LMP1 und LMP2 in der WEC ist, boomt die GT-Sparte. Durch eine Leistungsausgleichsformel werden alle Hersteller auf etwa einen Stand gebracht. Jeder, der ein solches Programm auf Kiel legt, hat also eine Siegchance. Und braucht keine dreistellige Millionen-Summe wie für die LMP1-Klasse.

Porsche liebäugelt mit Hybridantrieben

Weil die LMP1-Kategorie nach dem Audi-Ausstieg Ende 2016 kriselt, werden inzwischen schon Denkmodelle aufgestellt, wonach die GT-Pro-Klasse die neue Top-Kategorie in Le Mans werden könnte. Solange mit Porsche und Toyota wenigstens zwei LMP1-Werke vertreten sind, ist das nur Theorie. Aber mindestens bei Toyota wird das LMP1-Projekt immer wieder hinterfragt.

Um die GT-Pro-Klasse noch besser für die Zukunft zu rüsten, könnte die Serie mit Hybridantrieben aufgewertet werden. Porsche hat schon 2015 angekündet, bei den neuen 911er Modellen ab 2018 auch eine Hybridversion für die Straße zu bauen. Ford-Entwicklungsvorstand Naj Nair hat in Daytona verraten, dass auch Ford gewillt ist, einen Hybrid-Gran-Tourismo auf Kiel zu legen. Honda zeigt ebenfalls Interesse.

Aktuell ist das GT-Pro-Reglement mit rund 600 PS starken Turbos und Saugern bis 2018 festgeschrieben. Doch realistischer ist die Hybridisierung der GT-Klasse ab 2020.

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Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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