WEC

WEC - GTE: So greift Porsche 2017 an

— 17.11.2016

LMP1-Technik für den Erfolg

Porsche stellte gestern seinen neuen 911-GTE Boliden für die Sportwagen-WM vor. Mit diesem Konzept soll es 2017 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans klappen.

Platz acht in der GTE-Pro-Klasse beim 24-Stunden-Rennen von Le-Mans, letzter Titel 2013 – das soll sich 2017 ändern. Porsche hat den neuen 911-RSR vorgestellt – und der hat es in sich! Die Stuttgarter bleiben dem klassischen 911er-Design zwar treu, allerdings stecken unter der Karosserie einige Innovationen. Eine davon: Der Antrieb ist im 2017er Modell näher in der Fahrzeugmitte, nicht wie zuvor hinter der Hinterachse. Porsche erhofft sich dadurch einen geringeren Reifenverschleiß, da das schwere Triebwerk die Hinterräder nicht mehr so stark belastet.
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Die neue Platzierung des 510 PS starken Antriebs ermöglicht zudem den Verbau eines größeren und effizienteren Heckdiffusors. Dazu kommt: Das Hauptelement des Heckflügels hängt jetzt wie am Porsche 919 Hybrid aus der LMP1 frei – ohne eine zusätzliche Befestigung. Dadurch wird mehr Abtrieb auf der Hinterachse generiert.

Überraschend: Der Motor bleibt ein Sauger. Und das, obwohl der Vier-Liter-Boxermotor den Turbos von Ford und Ferrari 2016 unterlegen war. Porsche-Motorsportchef Dr. Frank Stefan Walliser erklärt: "Wir haben beim 911-RSR bewusst auf einen besonders modernen und leichten Saugmotor gesetzt, denn dieser gab unseren Ingenieuren bei der Entwicklung des Fahrzeugs große Freiheiten."

Ob das für den Triumph in Le Mans reicht? Im Januar 2017 wird der Porsche beim 24 Stunden-Rennen in Daytona das erste Mal in Rennaction zu sehen sein. Seine Fahrer müssen sich dort unter anderem gegen die ADAC-GT-Masters-Champions Christopher Mies und Connor Di Phillippi behaupten, die für Land Motorsport ihren Audi R8 LMS Ultra pilotieren.

Über das Jahr gesehen sind 19 Werkseinsätze geplant. Zwei Boliden starten in der neuen Saison der Sportwagen-Weltmeisterschaft (WEC) und somit auch beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Nicht zuletzt wegen der 35.000 Kilometer, die die Stuttgarter den neuen Renner testeten, darf man auf die Performance 2017 gespannt sein. Denn: So ausgiebig hat Porsche bislang kein anderes GT-Fahrzeug vorbereitet.

Autor: Alexander Warneke

Fotos: Hersteller

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