WEC in Silverstone: Toyota disqualifiziert

Alonso verliert Sieg nachträglich

Fernando Alonso gewinnt in Silverstone, verliert den Sieg jedoch wegen technischer Unregelmäßigkeiten am Toyota. Rebellion erbt den Doppelsieg.
Bitter für Fernando Alonso: Der Spanier hat sein erstes Rennen nach der Ankündigung seines Formel-1-Abschieds gewonnen - den Sieg jedoch nachträglich wieder verloren.
Beim 6h-Rennen in Silverstone war Alonso am Sonntag mit seinen Teamkollegen Kazuki Nakajima und Sebastien Buemi erfolgrich - wie schon bei allen anderen Läufen der Sportwagen-WM 2018: Doppelsieg vor dem Schwester-Toyota von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José Maria Lopez.
Am späten Abend jedoch der Nackenschlag: Disqualifikation beider Autos der Japaner wegen Unregelmäßigkeiten am vorderen Skidblock. Bei der technischen Untersuchung nach Rennende stellten die Stewards fest, dass sich die Metallplatte am Unterboden des Siegerautos auf der rechten Seite um 6 mm zu viel, auf der linken um 8 mm verbiegen ließ. Am zweiten Toyota betrug die Überschreitung der Toleranz 9 mm auf der Vorderseite.

Nachträglich zum Sieger erklärt: Das Rebellion-Team

Toyota legte Protest gegen die Entscheidung ein. Die Japaner argumentieren damit, dass die Autos beim Überfahren der Kerbs in Silverstone Schaden genommen haben und daher die Unregelmäßigkeiten auftreten - darauf habe man die Rennleitung auch direkt im Anschluss an das Rennen hingewiesen, hieß es von Toyota. Die Regelhüter halten indes dagegen: „Die Bauweise des Autos muss den normalen Strapazen eines Langstreckenrennens standhalten.“
Den Sieg in Silverstone erbt unterdessen das private Rebellion-Team, mit den Piloten Thomas Laurent, Mathias Beche und Gustavo Menezes, vor den Teamkollegen Neel Jani und André Lotterer. Deren dritter Fahrer, Bruno Senna, hatte sich im Training am Freitag bei einem Unfall den Knöchel gebrochen, konnte im weiteren Verlauf des Wochenendes nicht mehr mitwirken.
Auch in der GTE-Pro-Kategorie gab es eine Disqualifikation: Das Porsche-Gespann Gianmaria Bruni und Richard Lietz verlor seinen zweiten Platz hinter dem Ferrari-Duo Calado/Guidi nachträglich, weil die Bodenfreiheit ihres Autos um 2 mm unter dem zulässigen Wert lag.

Ergebnis - 6h-Rennen Silverstone:

1. Beche/Laurent/Menezes - Rebellion Racing (LMP1) 193 Runden
2. Jani/Lotterer/(Senna) - Rebellion Racing (LMP1) +1 Runde
3. Sarrazin/Orudzhev - SMP Racing (LMP1) +1 Runde
4. Pin-Tung/Aubry/Richelmi - Jackie Chan DC Racing (LMP2) +8 Runden
5. Jaafar/Tan/Jeffri - Jackie Chan DC Racing (LMP2) +8 Runden
6. Lapierre,Negrao,Thiriet - Signatech Alpine Matmut (LMP2) + 10 Runden

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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