Sportwagen WM

WEC: Kehrtwende in LMP1

— 29.01.2017

Künftig nur noch ein Hybridsystem!

Die LMP1-Prototypen in der Sportwagen-WM sollen auch in Zukunft die innovative Spitze des Motorsports darstellen. Aber aus Kostengründen gibt es eine Kehrtwende.

Die Pläne, die vor dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2016 verkündet wurden, waren gerade für Techniker und Ingenieure verheißungsvoll: Ab 2017 sollten drei Hybridelemente erlaubt sein, ab 2020 dann sogar neue innovative Antriebskonzepte wie die Brennstoffzellentechnik.

Doch inzwischen haben sich die Vorzeichen geändert: Audi ist ausgestiegen, nur noch Porsche und Toyota sind als Werksteams in der 1000 PS starken Prototypenklasse vertreten und neue Hersteller beißen nicht an – weil die innovative Technik ihren Preis hat und die Kosten zu hoch sind.

Peugeot soll Interesse an einer Rückkehr haben

Daher hat Pierre Fillon, Chef des Le-Mans-Veranstalters ACO, in der französischen Presse verkündet: „Das LMP1-Technikreglement wird auch in Zukunft die technische Innovation ins Zentrum rücken, dabei aber auf mehrere Hybridsysteme verzichten. In Zukunft wird nur maximal ein Hybridsystem pro Auto erlaubt sein.“

Aktuell sind zwei Hybridelemente gestattet. Porsche treibt mit der Bremsenergie die Vorderachse an, mit der Abgasenergie die Hinterachse. Toyota verwendet sowohl für die Hinter- als auch die Vorderachse Bremsenergie.

Auch von der Idee, ab 2020 innovative Antriebskonzepte wie Brennstoffzellentechnik zuzulassen, rückt der ACO offenbar ab. Hintergrund sind hierbei aber wohl auch die Mahnungen der Experten, dass diese Technik bis 2020 noch nicht für den Rennbetrieb bereit sei.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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