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WEC: Kommt chinesischer Hersteller?

— 26.07.2017

LMP1-Rettung aus China?

Sein Team war beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans in aller Munde: Als nächstes will Schauspielerlegende Jackie Chan einen chinesischen Hersteller in die LMP1 bringen.

Die LMP1-Prototypenklasse in der Sportwagen-WM mit ihren hochkomplexen, 1000 PS starken Hybrid-Flitzern kämpft ums Überleben. Mit Porsche und Toyota sind nur noch zwei Werksteams engagiert, Peugeot schiebt die Entscheidung über einen eventuellen Einstieg noch auf die lange Bank. Dafür gibt es Gerüchte über einen Ausstieg von Porsche – nach drei Le-Mans-Siegen in Folgen. Doch die Rettung könnte aus dem fernen Osten nahen. Schauspielerlegende Jackie Chan hat das Rennfieber gepackt. Seinem LMP2-Team gelang in Le Mans fast die Sensation. Erst in der letzten Stunde ging Porsche noch an dem in Führung liegenden Oreca-Gibson von Ho-Pin Tung vorbei. Der Gesamtsieg war futsch, die LMP2-Kategorie aber ging an das Team von Jackie Chan. Und jetzt soll der ganz große Wurf folgen.

Geht die LMP1-Klasse in Schall und Rauch auf?

Das Jota-Team, das die Einsätze von Jackie Chan Racing leitet, hat bereits Interesse an einem LMP1-Aufstieg bekundet. Doch jetzt versucht Jackie Chan dafür sogar noch einen chinesischen Hersteller zu finden! Zum Fachmagazin sportscar365 sagt er: „Ich führe Gespräche mit vielen chinesischen Herstellern. Das Problem ist, dass sie noch sehr unerfahren sind und nicht wissen, ob und wo sie Geld investieren sollen. Aber es gibt definitiv ein großes Interesse. Unser Le-Mans-Sieg hat über Nacht viele Türen aufgestoßen.“

Einen konkreten chinesischen Hersteller nennt Chan nicht. Im internationalen Rennsport ist bisher nur eine China-Marke vertreten: Das Startup NextEV Nio engagiert sich in der Formel E. Geely baut in China Nachwuchs-Formel-Rennwagen. Ansonsten sind Chinas Autobauer im Rennsport noch weitgehend unerfahren.

Der erste Schritt wäre daher: Das LMP2-Projekt von Chan zu unterstützen. Zwar sind in der LMP2-Kategorie nur Einheitsmotoren von Gibson erlaubt, aber die Renault-Marke Alpine tritt bei Signatech als Namensgeber auf. 

Weil Chinas Hersteller im Rennsport so unerfahren sind würde eine Allianz mit einem europäischen Hersteller Sinn machen. Dongfeng, nach SAIC der größte Autokonzern in China, hat längst eine Partnerschaft mit Peugeot abgeschlossen. Weil auch Peugeot an einem Einstieg in die LMP1-Klasse interessiert ist, wäre eine Zusammenarbeit naheliegend.

Und ein LMP1-Projekt macht Sinn: Bislang war der riesige Markt zuhause in China das Hauptbetätigungsfeld der chinesischen Hersteller. Inzwischen werfen sie aber immer mehr auch Augen auf Europa und den Rest der Welt. Ein Motorsport-Engagement würde helfen, den Bekanntheitsgrad zu steigern.


Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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