Audi

WEC: Konzepteinstufungen

— 03.08.2016

Neue Diskussionen im September

Ein Wechsel des Motorkonzepts ist bei Audi kein Tabu mehr. Möglicherweise sind die Gespräche in der technischen Arbeitsgruppe im September wegweisend.

Knallharte Duelle, fliegende Fetzen, brennende Autos – das Sechs-Stunden-Rennen bot alles, was das Racing-Herz begehrt. Zwar gewann wieder ein Porsche, aber bevor Timo Bernhard (35), Mark Webber (39) und Brendon Hartley (26) als Sieger abgewinkt wurden, gab es mehrere Führungswechsel mit Audi.

Doch die Ingolstädter wollen noch mehr. Seit wenigen Wochen ist Stefan Dreyer LMP1-Projektleiter bei den Ingolstädtern. Im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT sagt er: „Meine erste Aufgabe muss sein, die Le-Mans-Niederlage zu analysieren und die Konsequenzen zu ziehen. Da gibt es keine Tabus, alles ist offen."

Das heizt Spekulationen an, Audi könnte 2018 den Dieselmotor durch einen Benziner ersetzen. Dann ist ein drittes Hybridsystem erlaubt, welches mit dem schweren Dieselmotor nur schwer umsetzbar ist. Fix ist das noch nicht: „Auch im aktuellen Auto steckt noch eine Menge Potenzial.“ Eine neue Aerodynamik-Konfiguration brachte Audi näher ran an Porsche.
LMP1-Technik im Detail: Der Diesel-Nachteil von Audi

Er leitet seit wenigen Wochen die Geschicke des Audi-LMP1-Programms

ABMS erfuhr: Schon im September setzen sich die Hersteller wieder an einen Tisch, um die Einstufungen der einzelnen Konzepte für die Zukunft zu diskutieren. Die Vorschläge der technischen Arbeitsgruppe, in der neben den drei LMP1-Herstellern auch der Le-Mans-Veranstalter ACO und der Automobilweltverband FIA sitzt, werden dann an die Langstreckenkommission zur Entscheidung weitergereicht. Dort hat unter anderem auch der frühere Williams-Technikchef aus der Formel 1, Patrick Head, einen Sitz.

Hier könnte zum Beispiel beschlossen werden, dass Audi mehr Diesel im Tank mitführen darf, um den Vorteil des geringen Verbrauchs ausspielen zu können. Der Nachteil des höheren Gewichts eines Dieselmotors fällt ab 2018 nämlich noch höher aus, weil ab 2018 ein drittes Hybridsystem erlaubt sein wird. Audi verzichtet schon jetzt aus Gewichtsgründen auf ein zweites Hybridsystem. Schon am Nürburgring durfte Audi etwas mehr Diesel mit sich führen: Der Tank wurde von 49,9 Liter Fassungsvermögen auf 50,1 Liter erhöht. „Das sind wirklich nur Peanuts“, urteilt Dreyer. 

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller

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