Sportwagen WM

WEC: Lapierre für Toyota

— 29.03.2017

Sieg-Garantie mit ausrangierten Fahrern?

Toyota will 2017 unbedingt den Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Dafür setzt man sogar einen dritten LMP1-Prototypen ein. Fahrerkader jetzt fix.

Die neun Toyota-LMP1-Fahrer für 2017 sind fix. Die Stammfahrer Mike Conway/Kamui Kobayashi/José María López sowie Sébastien Buemi/Anthony Davidson/Kazuki Nakajima standen bereits seit Beginn des Jahres fest. Jetzt ist auch klar, wer den dritten Toyota beim 6-Stunden-Rennen in Spa und bei den 24 Stunden von Le Mans fährt: Neben Stéphane Sarrazin sind das Yuji Kunimoto und Nicolas Lapierre.

Nicht alle sind von der Fahrerwahl begeistert. Kunimoto hat noch keinerlei Erfahrung beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Als Meister der japanischen Super-Formula-Serie hat er 2016 aber unter anderem den neuen Formel-1-Piloten Stoffel Vandoorne besiegt. Kunimoto als japanisches Nachwuchstalent ist also noch gut vertretbar.

Nicolas Lapierre kehrt nach zwei Jahren zu Toyota zurück

Aber Sarrazin und Lapierre sind Fahrer, die Toyota eigentlich schon aussortiert hat. Lapierre musste Ende 2014 Kazuki Nakajima weichen, nach drei Jahren in Diensten der Japaner. 2014 beendete er das 24-Stunden-Rennen von Le Mans auf Rang drei. Sarrazin wird in diesem Jahr durch Tourenwagen-Weltmeister López ersetzt. Darf aber eben jetzt den dritten LMP1 in Spa und Le Mans lenken.

Toyota will den dritten LMP1-Prototypen eigentlich als Sieggarant einsetzen. Die Japaner sind überzeugt, dass die numerische Überlegenheit gegenüber Porsche eine entscheidende Trumpfkarte ist. Die Fahrerbesetzung mit zwei ausrangierten Piloten und einem Neuling ist aber nur eine schwache Kampfansage. Toyota-Teampräsident Toshio Sato verteidigt die Rückkehr von Lapierre: „Wir kennen Nicolas gut und wir haben stets eine positive Beziehung zueinander gewahrt. Er ist schnell und weiß, was es braucht, um in Le Mans erfolgreich zu sein.“ 2015 (für KCMG) und 2016 (für Signatech-Alpine) erzielte der Franzose jeweils den Klassensieg in der kleineren LMP2-Prototypenklasse.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance; Hersteller

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