LMP1

WEC: Neue Technologien

— 20.07.2016

Mit Vollgas in die Zukunft

Am Wochenende besticht die WEC am Nürburgring mit technischer Vielfalt. 2020 sollen Wasserstoff- und Biogasantriebe kommen. Kostprobe 2017 in Le Mans.

So hart das Drama in den letzten Minuten der 24 Stunden von Le Mans mit dem Ausfall des führenden Toyotas auch war; es hat der Sportwagen-WM noch mehr Aufmerksamkeit gebracht. Neben der Frage, ob Toyota und auch Audi an diesem Wochenende beim WEC-Lauf am Nürburgring gegen die in Le Mans siegreichen Porsche zurückschlagen können, stehen dabei die Diskussionen um dieZukunft der Topkategorie LMP1 im Fokus.

Aktuell ist die Serie mit Benzin- und Diesel-Motoren sowie unterschiedlichen Hybridkonzepten schon vielfältiger als die Formel 1. Aber da geht noch mehr: In Zukunft will Le-Mans-Veranstalter ACO auch Biogas- und Wasserstoffantriebe zulassen. Innovative Konzepte freuen die Hersteller, aber auch die Puristen. Schon 1894 beim allerersten internationalen Autorennen von Paris nach Rouen wurden rund 20 verschiedene Motorisierungen wie Dampfwagen, Elektromobile und Gasmotoren eingesetzt.
Porsche, Toyota und Audi: Die aktuellen Konzepte

Derzeit fährt Audi noch mit einem Dieselmotor

Audis Motorenpapst Ulrich Baretzky (62) betont im Gespräch mit Auto Bild MOTORSPORT: „Der Treibstoff ist für mich die einzige Möglichkeit, das Thema Nachhaltigkeit glaubhaft in den Motorsport zu bringen.“ Deshalb gibt Audi Gas. Baretzky: „Wir haben längst fertige Pläne, aber um die umzusetzen benötigen wir ein Reglement!“ Das auszuarbeiten ist indes schwierig, denn Ziel des ACO ist es alle Autos einer Klasse trotz unterschiedlicher Konzepte auf ein gleiches Leistungsniveau zu bringen.

Das Biogas-Projekt des Teams Welter Racing für 2017 zeigt die Probleme: Der 1,6-Liter-Dreizylinder soll zwar mehr als 480 PS leisten, aber die Energiedichte ist so gering, dass große 110-Liter-Tanks notwendig sind. Und der Energieaufwand ist riesig: Das Gas muss auf –128 Grad gekühlt werden, um flüssig zu bleiben. Dennoch, der ACO strebt danach, mit neuen Kraftstoffen neue Hersteller zu locken. BMW gilt als möglicher Interessent.

Service Nürburgring

Für alle, die am Wochenende noch spontan zur Sportwagen-WM an den Nürburgring reisen wollen: Tickets gibt es an der Tageskasse schon ab 30 Euro, Wochenendtickets ab 35 Euro, Campen ist ab 17 Euro möglich. Neben der WEC gibt es im Rahmenprogramm auch die Tourenwagen Classics und den Porsche Super Sports Cup zu sehen. Im Fernsehen wird das Sechs-Stunden-Rennen nur auf ORF Sport+ am Sonntag ab 12.15 Uhr live übertragen. DMAX (17.45 Uhr) und Eurosport 2 (18.00 Uhr) zeigen die Schlussphase des Rennens.
 
 
 
 
 
 

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller, picture-alliance

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