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WEC: Neue Weltmeisterschaft

— 05.12.2016

WM-Status für GT-Pro-Klasse

Die GT-Fahrzeuge boomen in der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Daher bekommt die GT-Pro-Klasse 2017 auch einen WM-Status und in Zukunft neue Hersteller.

Eigentlich ist es nur die dritte Klasse in der Langstrecken-WM. Die GT-Pro-Fahrzeuge basieren auf richtigen Gran-Tourismo-Straßenmodellen. Hersteller, die teilnehmen, müssen eine Mindeststückzahl der Modelle für Straßenkunden bauen. Das macht sie langsamer als die reinrassigen Prototypen in der LMP2- und vor allem der LMP1-Klasse.

Der Vorteil aber sind die geringeren Kosten. Es wird geschätzt, dass die Spitzenteams in der GT-Pro-Wertung rund 50 Millionen Euro für die Teilnahme ausgeben. Das ist nur ein Viertel von dem, was die LMP1-Werksteams verballern. Die Konsequenz: Während in der LMP1 mit Porsche und Toyota nur noch zwei Werke mitmischen, boomt die GT-Kategorie.

Der Porsche 911 GTE

Aktuell sind Ferrari, Ford, Aston Martin und Porsche werksseitig vertreten. 2018 kommt BMW dazu. Und dabei soll es nicht bleiben. Im Interview mit ABMS erklärte WEC-Promoter Gérard Neveu: „Es gibt zwei, drei weitere Hersteller, die Interesse haben. Wenn wir 2018 fünf, 2019 sechs und 2020 sieben GT-Hersteller haben, wird das faszinierend zu sehen sein.“ Zu den interessierten Herstellern zählen Chevrolet, Lamborghini und McLaren. Chevrolet  ist mit der Corvette schon in der amerikanischen Sportwagen-Meisterschaft vertreten, McLaren mischt den GT3-Sport erfolgreich auf.

Diese Vielzahl an Teilnehmern trägt jetzt Früchte: Die GT-Pro-Klasse bekommt ab 2017 den WM-Status, wird also zu einer Weltmeisterschaft. Das ist wichtig für die gesamte WEC. Weil die Statuten des Automobilweltverbandes FIA den WM-Status nur ab drei Herstellern zulassen, musste die WEC bangen, den Weltmeister-Status zu verlieren. Mit einer GT-WM ist diese Gefahr minimiert worden.

2016 holte sich Ferrari den Herstellertitel in der GT-Pro-Klasse. Die erfolgreichsten GT-Fahrer waren Nicki Thiim und Marco Sørensen für Aston Martin. Sie könnten 2017 von GP2-Ass und Williams-Formel-1-Testfahrer Alex Lynn verstärkt werden.

Porsche hat als erster Hersteller bereits die ersten drei Fahrer verkündet: Michael Christensen, Frédéric Makowieki und Richard Lietz. In einem zweiten von Manthey Racing eingesetzten Porsche 911 GTE sitzen drei Fahrer aus dem Porsche-Kader, der umfasst: Romain Dumas, Sven Müller, Laurens Vanthoor, Dirk Werner, Patrick Long, Kevin Estre, Patrick Pilet, Jörg Bergmeister und Wolf Henzler.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller / Picture-alliance

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