Lamborghini

WEC: Neuer Gegner für Ford

— 20.08.2016

Was plant Lamborghini?

Die Motorsportabteilung von Lamborghini spricht sich derzeit für einen Einstieg in die Sportwagen-WM aus. Eine Entscheidung ist noch nichtgefallen.

Mit Ford, Ferrari, Aston Martin und Porsche sind schon jetzt vier Marken in der LMGTE-Pro-Klasse, der Gran-Tourismo-Profi-Kategorie vertreten. Und bald könnten es noch mehr werden. Neben BMW befasst sich offenbar auch Lamborghini mit einem möglichen Einstieg in die Sportwagen-WM.

Ex-Ferrari-Teamchef kümmert sich jetzt um die Belange bei Lamborghini

AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr: Die Motorsportabteilung des italienischen Automobilherstellers wirbt bei Lamborghini-Chef Stefano Domenicali derzeit für einen Einstieg in die LMGTE-Klasse – und präsentiert dafür schon Konzepte. Die am meisten Sinn machende Idee: Der Lamborghini Huracán GT3, der schon jetzt im ADAC GT-Masters und in der Blancpain-GT-Serie eingesetzt wird, soll aufgemotzt und an die LMGTE-Regeln angepasst werden.

Derzeit verfügt der 5,2-Liter-V10-Sauger über 500 PS, der Motor soll aber recht leicht auf 610 PS zu bringen sein. Damit würde der Lamborghini Huracán die gleiche Leistung bringen wie der Ford GT, der die LMGTE-Pro-Klasse beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewinnen konnte. Auf professionelle Teams und Fahrer setzt Lamborghini schon jetzt: Christian Engelhardt und Rolf Ineichen belegen im GT-Masters im von Grasser eingesetzten Lambo derzeit Rang fünf im GT-Masters.

1991 versuchte sich Lamborghini vergeblich in der Formel 1

Noch ist eine Entscheidung auch intern nicht gefallen. Der Schritt in die WEC wäre aber das größte Rennsport-Engagement von Lamborghini seit den Jahren als Formel-1-Motorhersteller von 1989 bis 1993. Damals belieferten die Italiener Larrousse, Lotus, Ligier und Minardi mit V12-Motoren. Ein eigenes Semi-Werksteam war 1991 erfolglos in der Königsklasse vertreten. Eine Zusammenarbeit mit McLaren ab 1994 scheiterte trotz eines Tests mit Ayrton Senna am Steuer, weil McLaren überraschend zu Peugeot wechselte. Das beste F1-Resultat: Rang drei beim Großen Preis von Japan durch Aguri Suzuki im Lola-Lamborghini.

Auch BMW soll 2019 in die LMGTE-Pro-Klasse einsteigen. Das entsprechende Interesse bestätigte BMW-Motorsportchef Jens Marquardt zuletzt gegenüber ABMS: "In diesem Jahr hat man wieder gesehen wie viele Zuschauer das 24-Stunden-Rennen in Le Mans anzieht. Das ist ein richtig gutes Format.“

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller; picture-alliance; Getty Images

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