Sportwagen WM

WEC: Porsche ist Weltmeister

— 20.11.2016

Audis Gala-Abschied mit Doppelsieg

So emotional erlebt der Rennsport selten den Ausstieg eines Herstellers: Audi wurde im letzten Rennen gebührend gefeiert – und feierte einen Doppelsieg!

Toyota rollte ein riesiges Banner auf, es gab Handshakes von fast allen Rivalen, sogar die Renndirektion verabschiedete sich am Boxenfunk von Audi: In den vergangenen 18 Jahren haben die Ingolstädter den Le-Mans-Prototypen-Sport geprägt. Mit zahlreichen Erfolgen (187 Rennen, 107 Siege), aber auch mit zahlreichen technischen Innovationen (erster Diesel-Sieg in Le Mans 2006).

Passend zum Abschied gab es einen sensationellen Doppelsieg. Völlig überraschend dominierte Audi das Finale in Bahrain. Nur zwischen den beiden Audi-Teams gab es zwischenzeitlich ein Duell um den Sieg. Erst nachdem es beim Audi um André Lotterer ein Problem beim Boxenstopp gab, war Lucas di Grassi, Oliver Jarvis und Loïc Duval der Sieg nicht mehr zu nehmen. Auch die kühleren Bedingungen in der Nacht konnten Audi wider Erwarten nicht stoppen.

Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich, dessen Ära mit dem Ausstieg ebenfalls zu Ende geht, sagt: „Schöner als mit einem Doppelsieg kann man dieses Projekt nicht beenden. Man hat gesehen, wie die Szene zu einer Familie zusammengewachsen ist. Das macht das Aufhören schwer.“
Infos und Kommentar zum Audi-Ausstieg

Wolfgang Ullrich verabschiedet sich mit Audi

Der Audi-Abschied überstrahlte sogar den WM-Ausgang. Das Porsche-Trio Marc Lieb, Neel Jani und Romain Dumas holte sich den Titel mit Rang sechs! In den vergangenen sechs Rennen schafften es die drei nie auf das Treppchen, sondern hamsterten nur Punkte. Jetzt wird sogar darüber nachgedacht, das Punktesystem zu ändern. Derzeit werden die Zähler vergeben wie in der Formel 1, also 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1 für die besten zehn Fahrer. Bei nur sechs Hybrid-Prototypen sind die Plätze eins bis sechs aber sicher – sofern man nicht ausfällt.

In der GT-Pro-Klasse sicherte sich Aston Martin mit Niki Thiim und Marco Sørensen den Titel durch einen Sieg. In der LMP2-Kategorie holte sich René Rast (G-Drive/Oreca-Nissan) noch einen Sieg, der Titel war aber bereits an Signatech-Alpine vergeben. In der GT-Amateurklasse wurde Ferrari Meister.

Clinching the title from Porsche AG on Vimeo.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: picture-alliance

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