Webber

WEC: Porsches neuer Nachwuchscoach

— 13.10.2016

Webber beendet Renn-Karriere

Drei Rennen noch bestreitet Mark Webber, dann hängt der 40-Jährige seinen Helm an den Nagel. Der Marke Porsche wird er mit neuen Aufgaben verbunden bleiben.

Mit 40 Jahren ist Schluss. Mark Webber hat sich dazu entschlossen, seine Renn-Karriere nach der Saison zu beenden. „Ich werde den schieren Speed, Downforce und Wettkampf vermissen. Aber ich will gehen, wenn es am schönsten ist und freue mich auf meine neuen Aufgaben“, begründet der Australier.

Drei Rennen noch wird er im rund 1000 PS starken Porsche 919 Hybrid bestreiten – und versuchen, den Titel in der Sportwagen-WM doch noch zu verteidigen. Derzeit liegt er gemeinsam mit Timo Bernhard und Brendon Hartley 51,5 Punkte hinter ihren Porsche-Kollegen Marc Lieb, Romain Dumas und Neel Jani. Trotz zuletzt drei Siegen in Serie ist das also eine nur schwer lösbare Aufgabe.

Porsche-LMP1-Leiter Fritz Enzinger wird Webber vermissen: „Hinter dem Steuer zeigt er sich als fairer Kämpfer, der kein noch so hartes Rad-an-Rad-Duell scheut. Gleichzeitig denkt er strategisch und teamorientiert. Diesen Mix macht ihn als Langstreckenpilot besonders wertvoll."

Webber wird Porsche verbunden bleiben. Neben Walter Röhrl wird er als Repräsentant bei Veranstaltungen vertreten sein und ebenso seine Erfahrung als Berater für die Motorsportprogramme einbringen. Dazu zählt zum Beispiel die Nachwuchssichtung.

Mark Webber ist rennmüde geworden

Damit hat Webber schon Erfahrung: Von 2010 bis 2012 war er Teilhaber beim GP3-Rennstall Arden. Darüber hinaus unterstützte er bereits den ehemaligen IndyCar-Meister Will Power finanziell. Nicht umsonst gilt Webber als großer Sympathieträger unter Fans, aber auch im Fahrerlager.

Zwar wurde Webber 2015 mit Bernhard und Hartley Sportwagen-Weltmeister, doch der ganz große Wurf blieb ihm verwehrt: Weder mit Mercedes 1998/99 noch mit Porsche seit 2014 konnte er das 24-Stunden-Rennen von Le Mans als Sieger beenden. In der Formel 1 gewann er neun seiner 215 Grand Prix, startete 13 von der Pole-Position, holte 42 Podestplätze und 1047,5 Punkte. Fast wäre er 2010 Weltmeister geworden, danach aber wurde er bei Red Bull von Sebastian Vettel dominiert.

Wer Mark Webber bei Porsche ersetzen wird, ist noch nicht klar. Höchstwahrscheinlich steigt Nick Tandy oder Earl Bamber auf. Beide fuhren 2015 in Le Mans den dritten Porsche – und siegten mit Nico Hülkenberg. Auch Mike Rockenfeller, der 2010 Le Mans mit Timo Bernhard und Romain Dumas im Audi gewann, wird mit Porsche in Verbindung gebracht. Möglicherweise wird Webber nicht der einzige Fahrer sein, der seine Karriere beendet. Auch hinter dem Verbleib von Marc Lieb und Romain Dumas steht noch ein Fragezeichen.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller, Getty Images

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