Wechsel an der Opel-Spitze

Wechsel an der Opel-Spitze

— 08.06.2004

Forster für Europa

Opel-Vorstand Carl-Peter Forster soll nach Zürich wechseln und sich künftig auch um die GM-Marken Vauxhall und Saab kümmern.

Opel-Chef Carl-Peter Forster wechselt nach einem Bericht der Zeitschrift "Capital" in die Europazentrale der Konzern-Mutter General Motors in Zürich. Nachfolger werde Entwicklungs-Vorstand Hans Demant. Ein Opel-Sprecher sagte auf Anfrage, zu Personalspekulationen nehme das Unternehmen grundsätzlich keine Stellung. Das Unternehmen hatte bereits angekündigt, in Kürze die Belegschaft und dann die Öffentlichkeit über anstehende Restrukturierungen zu informieren.

Forster steht seit drei Jahren an der Spitze von Opel. In Zürich soll er laut "Capital" als zweiter Mann neben GM-Europa-Präsident Fritz Henderson die Marken Opel, Vauxhall und Saab in die schwarzen Zahlen bringen. Forster solle sich auf europäischer Ebene vor allem um Entwicklung und Produktion kümmern und in Rüsselsheim ein Büro behalten. Doppelarbeit bei den drei Marken solle es künftig nicht mehr geben.

Opel hat sich nach einem verlustreichen Jahr 2003 – mit einem Betriebsverlust von 384 Millionen Euro – in diesem Jahr schwarze Zahlen zum Ziel gesetzt. Demant soll nach dem "Capital"-Bericht auch als neuer Opel-Chef künftig direkt an Forster berichten. Seit den 60er Jahren waren die Opel-Chefs meist Amerikaner. Forster wurde der dritte deutsche Opel-Vorstand seit dem Zweiten Weltkrieg, der 1950 in Wiesbaden geborene Demant wäre der vierte.

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