Wechsel im VW-Aufsichtsrat

Wechsel im VW-Aufsichtsrat

— 23.01.2006

Piëch geht

Porsche und das Land Niedersachsen sind sich einig: Ferdinand Piëch verläßt den VW-Aufsichtsrat. Ein "neutraler Dritter" soll nachrücken.

Die Großaktionäre Porsche und Niedersachsen haben sich nach langem Streit darauf geeinigt, daß der amtierende Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch 2007 abtritt, wenn sein Mandat ausläuft. Nachfolger soll ein neutraler Dritter werden, der weder zu Porsche noch zum Land Niedersachsen gehört.

Unterdessen machte sich der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff für den Stahlunternehmer Jürgen Großmann stark, der als neues Mitglied des Aufsichtsrats von Volkswagen vorgesehen ist. "Er will Arbeitsplätze in Deutschland halten", sagte Wulff der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Ich wollte ihn auch gern dabeihaben, weil er sehr unabhängige Positionen vertritt. Großmann denkt quer und handelt geradeaus", lobte Wulff den Unternehmer, der die Georgsmarienhütte saniert hatte.

Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtete, gilt Großmann als möglicher Kompromißkandidat auch für den Vorsitz des Aufsichtsrates. Nach der Einigung vom Freitag (20. Januar) zieht Porsche-Chef Wendelin Wiedeking mit sofortiger Wirkung in den VW-Aufsichtsrat ein. Wiedeking soll in das Präsidium des Aufsichtsrats aufgenommen werden, das dazu von vier auf sechs Mitglieder erweitert wird. Im Mai 2006 auf der Hauptversammlung soll der Porsche-Finanzchef Holger Härter außerdem in den Aufsichtsrat gewählt werden.

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